Politik-Lesetipps

Paul Lendvai: Orbáns Ungarn

 Überarbeitete und erweiterte Auflage

Viktor Orbán gilt als der trickreichste und gefährlichste Politiker in der Europäischen Union. Mit seinem nationalistischen, fremdenfeindlichen und populistischen Kurs bekämpft er die europäische Solidarität, obwohl Ungarn einer der Hauptnutznießer der EU-Transfers ist. Hinter einem scheinbar demokratischen Vorhang wurde Ungarn in zehn Jahren zu einem autoritären Staat, an dessen Spitze Orbán mit nahezu uneingeschränkter Macht herrscht. Seine Regierung hat die verfassungsmäßigen Bremsen schrittweise liquidiert, die wichtigsten elektronischen und Printmedien unter Kontrolle gebracht und die Grundlagen des Rechtsstaates ausgehöhlt. Ungarn rangiert als der korrupteste EU-Mitgliedsstaat nach Bulgarien.
Die erweiterte Neuauflage der 2018 mit dem Europäischen Buchpreis ausgezeichneten Biografie beschreibt anhand spannender Details die Abwendung des Orbán-Regimes vom Westen, die Konflikte mit der EU sowie den Werdegang und die Bereicherung der Familie und der Freunde des Regierungschefs.

Paul Lendvai
Orbáns Ungarn

Überarbeitete & erweiterte Auflage!
Hardcover mit Schutzumschlag
Format 13,5 x 21,5 cm
240 Seiten
Preis: 22,00 €
ISBN 978-3-218-01261-4

www.kremayr-scheriau.at

Damit es Oma gut geht

Der Pflegenotstand in Deutschland  wie auch in Österreich wird für Betroffene zunehmend zur menschlichen Katastrophe. Mangels staatlicher Unterstützung sind immer mehr Familien gezwungen, Pflegekräfte aus Ost- und Mitteleuropa einzustellen, um Kosten zu sparen. Sogenannte „Live-Ins“, die rund um die Uhr in privaten Haushalten von Pflegebedürftigen leben, müssen oft unter extrem unfairen Bedingungen arbeiten. Eine Besserung ist bislang nicht in Sicht – denn zu sehr profitiert auch der deutsche Staat von dieser Ausbeutung.

Wird ein Familienmitglied zum Pflegefall, bedeutet dies oft eine Flut von Aufgaben und Problemen für Angehörige. Angesichts unterfinanzierter Pflegeheime sowie Schreckensmeldungen aus den Medien beschließen betroffene Familien immer häufiger, das eigene Zuhause zur Pflegestation zu machen – und suchen sich billige Pflegefachkräfte für die Aufgaben, die keiner machen will.

Die deut­sche Politik hält, auch aus Kostengründen, am Vorrang der häuslichen Pflege fest und verschärft den desolaten Zustand sogar noch, indem sie grundlegende Schutzvorschriften, wie etwa eine Begrenzung der Arbeitszeit, außer Kraft setzt. Gewollte Ausbeutung? Bernhard Emunds prangert ein System an, in dem die Pflege älterer Menschen in ein illegales, aber von der Politik geduldetes Modell abdriftet, und zeigt mögliche Auswege aus der Pflegemisere.
Cover
Bernhard Emunds
Damit es Oma gut geht

ISBN 978-3-86489-129-8
224 Seiten
Broschur

www.westend-verlag.de

Stephen Hawking: Die illustrierte Geschichte der Zeit

Bernhard Emunds fragt seit seinem Studium der katholischen Theologie und VWL nach der Lebenssituation Benachteiligter: Was nimmt Menschen die Luft zum Leben? Welche Rolle spielen dabei die Arbeitsverhältnisse? Was können wir daran ändern?
Seit 2006 Professor für Christliche Gesellschaftsethik und Leiter des Nell-Breuning-Instituts der Hochschule St. Georgen in Frankfurt am Main. Zu den Lebensumständen mitteleuropäischer Pflegekräfte in Privathaushalten hat er eine empirische Studie mitverfasst.

Stephen Hawkings Buch „Die illustrierte Geschichte der Zeit“ ist schon so etwas wie ein Klassiker der modernen Astrophysik. Es wurde so oft verkauft, dass mittlerweile ein Exemplar auf jeweils 750 Frauen, Männer und Kinder dieser Welt kommt. Das beweist ein enormes Interesse an den Grundfragen unserer Existenz: Woher kommen wir und ist das Universum so, wie es ist. Stephen Hawking gelingt es mit den zum Teil wirklich beeindruckenden Aufnahmen, das Verständnis der „Kurzen Geschichte der Zeit“ zu erleichtern. Er bietet uns damit einen spannenden und aufregenden Einblick in seine komplexen Theorien über den Ursprung und das Schicksal des Universums!

 Verlag Rowohlt, 248 Seiten.

Armin Wertz: Die Weltbeherrscher

Die Weltbeherrscher. Militärische und geheimdienstliche Operationen der USA

Die einzige vollständige Chronik aller US-Operationen

Seit ihrer Unabhängigkeit 1776 führten die Vereinigten Staaten zahlreiche Kriege, wobei sie tatsächlich nur fünfmal offiziell den Krieg erklärten. Unzählige Male intervenierten US-Truppen oder amerikanische Geheimdienste im Ausland, alleine im 19. Jahrhundert über hundertmal. Die meisten dieser Unternehmungen dienten dem gebetsmühlenhaft vorgetragenen „Schutz amerikanischer Interessen und Bürger“. Über zahlreiche Operationen wie die Ermordung unliebsamer Politiker, die Verminung ausländischer Häfen und sogar die jahrelange Bombardierung von Staaten wie etwa Laos wurde Geheimhaltung bewahrt.

Diese Lücken füllt Armin Wertz mit seiner Chronik und nennt auch die kleineren, unbekannteren Interventionen der USA in aller Welt, die gerne übersehen werden. So liefert er die erste vollständige Chronik aller US-amerikanischen – der geheimen wie der vom Kongress bewilligten – Operationen in unabhängigen Staaten. Ein unerlässliches Nachschlagewerk für all jene, die sich mit der Außenpolitik der Vereinigten Staaten befassen.

Armin Wertz
Die Weltbeherrscher
Militärische und geheimdienstliche Operationen der USA
Hardcover, 320 Seiten
ISBN 978-3-86489-088-8
www.westendverlag.de

Armin Wertz ist seit 1997 freier Journalist, zunächst in Ost- und Südafrika, dann in Südostasien. Von 1976 bis 1979 war er Nachrichtenredakteur beim Stern, dann freier Journalist in Zentralamerika, von 1982 bis 1985 Auslandsredakteur beim Spiegel. Anschließend war er viele Jahre Korrespondent in Mexiko, Mittelamerika und die Karibik für den Spiegel, später für die Frankfurter Rundschau und den Tages-Anzeiger (Zürich), von 1991 bis 1995 Korrespondent der Frankfurter Rundschau und des Tages-Anzeigers in Israel.

“Teilen nicht töten” von Friedhelm Hengsbach

Immer wieder meldet sich der engagierte Jesuit und Sozialethiker Friedhelm Hengsbach mit leidenschaftlichen Plädoyers für eine gerechte Wirtschaftsordnung zu Wort. So auch in seinem neu erschienenen Buch “TEILEN, nicht TÖTEN”.

Friedhelm Hengsbach (Ludwigshafen) ist Mitglied des Jesuitenordens, war 1977 bis 1982 Lehrbeauftragter für Christliche Sozialwissenschaft an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main sowie bis 2006 Professor für Christliche Gesellschaftsethik an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main und Leiter des Oswald von Nell-Breuning-Instituts für Wirtschafts- und Gesellschaftsethik. Er ist Mitglied im wissenschaftlichen Beirat von Attac.

“Diese Wirtschaft tötet”  (Papst Franziskus)


www.westendverlag.de
Friedhelm Hengsbach
Teilen, nicht töten
128 Seiten
Hardcover
ISBN 978-3-86489-069-7

Der CIA-Folterreport

Der offizielle Bericht des US-Senats zum Inhaftierungs- und Verhörprogramm der CIA.

Der Westend Verlag wird den offiziellen Bericht des US-Senats zum Verhör- und Inhaftierungsprogramm der CIA in komplett deutscher Übersetzung veröffentlichen.
Das Buch ist ab dem 19. Januar 2015 überall im Buchhandel erhältlich.

Der am 9. Dezember 2014 vom Geheimdienstausschuss des US-Senats („United States Senate Select Committee on Intelligence“) veröffentlichte Report basiert auf über sechs Millionen interner CIA-Dokumente. Diese beinhalten Informationen zu geheimen Gefängnissen, getöteten Insassen und den angewandten Verhörmethoden. Darüber hinaus zeigen sie die Verzahnung der CIA mit anderen Regierungsorganisationen – innerhalb und außerhalb der USA. Außerdem versucht der Bericht zu klären, inwieweit die CIA parlamentarische Abgeordnete und Regierungsvertreter über das Ausmaß und die Gesetzeskonformität ihres Handelns getäuscht hat.

Die Herausgeberschaft übernimmt der ehemalige Bundesrichter Wolfgang Nešković, er wird der deutschen Ausgabe des Berichts auch eine umfassende Erläuterung voranstellen und die Bedeutung für Deutschland und Europa aufzeigen. Nešković ist ehemaliger Richter am Bundesgerichtshof und war Mitglied des Deutschen Bundestages bis 2013. Er gehörte dem Parlamentarischen Kontrollgremium an, das die deutschen Nachrichtendienste Verfassungsschutz, BND und Militärischer Abschirmdienst kontrollieren soll, und war Mitglied des Untersuchungsausschusses, der sich mit dem Fall Murat Kurnaz befasste.

Wolfgang Nešković (Hg.)
DER CIA-FOLTERREPORT
ISBN 978-3-86489-093-2
800 Seiten
Broschur
EUR 18.50
www.westendverlag.de

Wolfgang Nešković, geboren 1948 in Lübeck, ist ein deutscher Politiker und ehemaliger Richter am Bundesgerichtshof. Er war seit seinem Austritt aus der Linksfraktion im Dezember 2012 bis 2013 der einzige partei- und fraktionslose Abgeordnete im 17. Deutschen Bundestag. Wolfgang Nešković war mehrere Jahre Mitglied des Bundesvorstands der Neuen Richtervereinigung und dessen Sprecher. Er ist Gründungsmitglied und einer der Vorstände des Instituts Solidarische Moderne. Von 2005 bis 2012 gehörte er dem Parlamentarischen Kontrollgremium an, das die deutschen Nachrichtendienste Verfassungsschutz, Bundesnachrichtendienst und Militärischer Abschirmdienst kontrollieren soll. Ebenfalls war Nešković Mitglied des Untersuchungsausschusses des deutschen Bundestages im Fall Kurnatz.

Murat Kurnaz ist ein in Deutschland geborener und aufgewachsener türkischer Staatsbürger, der von Januar 2002 bis August 2006 ohne Anklage im Gefangenenlager der Guantanamo Bay Naval Base festgehalten wurde. Wolfgang Neskovic hat bereits 2009 einen Gesetzentwurf zur Reform der parlamentarischen Kontrolle der Geheimdienste erarbeitet und außerdem ein umfangreiches Papier zur Reform des Verfassungsschutzes erstellt. Durch Vorträge, Interviews und Gastbeiträge zum Thema gilt er heute als hochgeschätzter Geheimdienstexperte.

Reise nach Jerusalem

Drei ungarische Schriftsteller auf Entdeckungsreise in Israel

“Eigentlich sind die Ungarn wie die Juden ein versprengtes Volk. Ein Volk das immer wieder unterworfen und entrechtet wurde, aber nicht aufgab, wie die Juden… Sie übten sich in der Kunst des Überlebens.“
(Horst Krüger)

Péter Esterházy, György Konrád und György Spiró sind drei herausragende, auch international angesehene ungarische Schriftsteller, die sich immer wieder mit den großen Fragen und Tabus der ungarischen Geschcihte in ihren Novellen und Romanen, in ihren Stücken und Essays beschäftigen. Und diese drei Autoren wurden zur Jerusalemer Buchmesse eingeladen.

Nun ist Isarel ein besonderer Platz für alle drei – für den katholischen Aristokraten Esterházy ebenso wie für die beiden Juden Konrád und Spiró. Das gelobte Land als Schauplatz für Reflexionen – über die Frage der Herkunft und der Zugehörigkeit, der Problematik als schreibender jüdischer Ungar oder als schreibender Jude in Ungarn, oder für Péter Esterházy auf Spurensuche nach dem Israel vor 2000 Jahren.

Die ungarnstämmige Professorin der University of California, Marianna D. Birnbaum, hat in der Folge Gespräche mit den drei Autoren über ihre Reise, ihre Erfahrungen und Erkenntnisse geführt, herausgekommen ist ein in mancher Hinsicht einzigartiges Buch über die Ungarn, ein Kompendium von klugen Gedanken, die ohne Tabus Jahrhunderte und Welten umspannen, in Israel und in Ungarn auch.

www.nischenverlag.at
Marianna D. Birnbaum
Esterházy, Konrád, Spiró in Jerusalem
Aus dem Ungarischen von Péter Bognár / 144 Seiten
Gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-9503345-7-9


György Konrád,

1933 in Debrecen geboren, überlebte den ungarischen Holocaust als Kind in Budapest. Als führender intellektueller Regimegegner wurde er als Student, Stadtsoziologe und Schriftsteller vom kommunistischen Regime stets verfolgt und mit Reise- und Publikationsverbot belegt. Er zählte vor der Wende zu den auch weltweit angesehenen Regimekritikern. Seine Romane und Essaybände wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. Er war 1990-1993 Präsident des Internationalen PEN und 1997-2003 Präsident der Akademie der Künste in Berlin. Er ist Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels (1991) und des Internationalen Karlspreises zu Aachen (2001). Konrad ist einer der schärfsten Kritiker der Regierung Orbán seit 2010.



Péter Esterházy,

der international bekannteste Schriftsteller Ungarns, wurde 1950 in Budapest als Sohn einer alten ungarischen Adelsfamilie geboren. Das kommunistische Regime hat die Familie enteignet und 1951 zwangsumgesiedelt. Nach der Matura schloss er an der Budapester Universität ein Studium der Mathematik ab und arbeitete (1974-1978) als EDV-Fachmann. Nach einer Reihe von eindrucksvollen Romanen erschien 2010 sein Hauptwerk, die Familienchronik „Harmonia Caelestis“. Er erhielt zahlreiche nationale und internationale Preise und Ehrungen, u. a. 2004 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Seine Bücher sind in nahezu alle Weltsprachen übersetzt.

György Spiró,

geboren 1946 in Budapest, ist einer der erfolgreichsten ungarischen Dramatiker und zählt zu den wichtigsten zeitgenössischen Schriftstellern Ungarns. Seine zwei Dutzend sozialkritischen Dramen und hintergründigen Komödien waren große Publikumserfolge im In- und Ausland.
Zugleich ist Spiró, bis vor Kurzem Professor für Literatur an der Budapester Eötvös Loránd Universität, auch als Autor beachtlicher Romane und Novellen hoch angesehen. Mit vielen Literatur- und Theaterpreisen ausgezeichnet, gilt Spiró, der Romancier und Dramatiker, Theaterdirektor und Literaturwissenschaftler, Hörspielautor und Kritiker, als eine universelle Ausnahmefigur im ungarischen Kulturleben. Die ersten und bisher einzigen deutschsprachigen Übersetzungen seiner Werke erschienen 2012 („Der Verruf“) und 2013 („Träume und Spuren“) im Nischen Verlag.

Brandt aktuell

Kanzler Adenauer lästerte öffentlich über Brandts uneheliche Geburt, Helmut Schmidt nannte ihn einen Scheißkerl, Herbert Wehner diktierte in Moskau den Journalisten in den Block, Brandt bade lau.
Dieser üblen Treibjagd ist Willy Brandt erlegen. Viel zu früh.  Was wir von diesem Hoffnungsträger für heute lernen könnten, zeigt einer der letzten noch lebenden Zeitzeugen.

Gegen Willy Brandt lief Zeit seines Lebens eine Kampagne seiner politischen Gegner – mit üblen Methoden. Er wurde trotzdem Bundeskanzler. Als sich einige seiner Parteifreunde dieser Hatz anschlossen, war er erledigt. Der Autor Albrecht Müller war 1972 verantwortlich für den Wahlkampf Willy Brandts und dann Leiter der Planungsabteilung im Bundeskanzleramt bei Willy Brandt und Helmut Schmidt. Er hat die Treibjagd auf Brandt hautnah miterlebt.
Für Albrecht Müller ist in seinem Buch klar: Trotz seiner nur viereinhalbjährigen Amtszeit als Bundeskanzler, hat Willy Brandt uns viel Gutes hinterlassen. Er war der Hoffnungsträger, dessen politische Botschaften und Methoden uns heute noch fehlen.

Albrecht Müller
BRANDT AKTUELL
160 Seiten, Broschur,
ISBN 978-3-86489-064-2


Albrecht Müller

1938 in Heidelberg geboren, ist Diplom-Volkswirt, Bestsellerautor und Publizist. Er ist Mitherausgeber der NachDenkSeiten.
Nachdem er eine Lehre zum Industriekaufmann abschloss, folgte das Studium der Volkswirtschaftslehre und Soziologie in Mannheim, Berlin, München und Nottingham. Nach seiner ersten Anstellung als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität München, war er ab 1968 Redenschreiber des Bundeswirtschaftsministers Karl Schiller. Müller leitete Willy Brandts Wahlkampf 1972 und die Planungsabteilung unter Brandt und Schmidt, verlor seine Stellung als Leiter der Planungsabteilung im Bundeskanzleramt nach dem Wahlsieg von Helmut Kohl 1982. Er wurde freiberuflicher politischer und wirtschaftspolitischer Berater. Von 1985 bis 1986 beriet er den niedersächsischen SPD-Spitzenkandidaten Gerhard Schröder in dessen Wahlkampf. Nach der Bundestagswahl 1987, war Müller von 1987 bis 1994 für die SPD Mitglied des Deutschen Bundestages.
Zu seinen veröffentlichten Büchern zählen Mut zur Wende!, Die Reformlüge sowie Machtwahn.

Roland Adrowitzer: “Mit eigenen Augen”

“Mit eigenen Augen” vermittelt Herausgeber Roland Adrowitzer einen Blick auf das Arbeitsleben von ORF-Korrespondenten. In seinem Buch erzählen 19  ORF-Auslandskorrespondenten von ihrer Arbeit. Herausgekommen sind sowohl persönlich gefärbte Reportagen also auch interessante Hintergrundberichte. Erzählt wird das Leben der ORF-Journalisten im Ausland, was auch einen neuen Blick auf jene Länder, in denen sie für die Zuseher berichten, eröffnet. Die Beiträge sind spannend, unterhaltsam, bieten oft Überraschungsmomente und lassen auch das Persönliche nicht zu kurz kommen. Auch die Leidenschaft und die Liebe zum Journalistenberuf wird daraus verständlich. Adrowitzers Buch bietet Einblicke in den Alltag der Korrespondeten in Brüssel, Washington und London, in Berlin, Rom und Paris, in China, Südamerika, Israel und Ägypten oder am Balkan, in Ungarn und der Schweiz.

Der Herausgeber:

Roland Adrowitzer, gebore 1957 in Hallein im Land Salzburg. Der studierte Jurist arbeitet seit 1978 beim ORF. Zunächst war Adrowitzer im Landesstudio Salzburg tätig, anschließend in der Innenpolitik-Reaktion des ORF-Hörfunk in Wien und als Auslandskorrespondent in Bonn und London. 1996 wurde er stellvertretender Leiter der „Zeit im Bild 1“; von 1998–2000 Landesintendant des ORF Tirol, dann Sendungsverantwortlicher und Moderator der „ZiB 2“. Von 2002 bis 2006 leitete er das ORF-Büro in Brüssel. Seit 2007 ist er als Chefreporter wieder für die „Zeit im Bild“ tätig und ist Leiter des Korrespondentenbüros des ORF. 2006 wurde er mit dem Leopold-Kunschak-Pressepreis ausgezeichnet.

Styria premium
ISBN: 978-3-222-13379-4
Format: 17,0 x 24,0 cm
Seiten: 304

Wolfgang Geier – OBAMERIKA

Regelmäßig wiederholen sich in den USA Tragödien wie in die am Freitag, als ein 24-jähriger Student zwölf Menschen nach einem Batman-Film tötete. ORF-Korrespondent Wolfgang Geier beschreibt in seinem Buch “OBAMERIKA: Berichte aus dem Land der unbegrenzten Gegensätze” ähnliche Vorfälle: Als in Texas ein geistig verwirrte Student mit einem Gewehr durch die Universität stürmt, will der dortige Gouverneur Rick Perry derartige Vorfälle künftig verhindern – sein Rezept: allen Studenten soll es erlaubt sein, Schusswaffen zu tragen!

Anders handelte Präsident Barack Obama: Er lud die mächtige Waffenlobby NRA zu einem runden Tisch ein, um über neuen Waffen-Regelungen zu verhandeln. Doch die mächtige Lobby teilte dem Staatsoberhaupt höflich, aber eindeutig mit, dass sie daran nicht interessiert sei. Angesichts der Tatsache, dass in amerikanischen Haushalten rund 200 Millionen Waffen liegen und sich daher – statistisch gesehen – in jedem dritten amerikanischen Haushalt eine Waffe befindet, wirft Barack Obama die Flinte ins Korn und beschließt, dieser Konfrontation aus dem Weg zu gehen – weil: auch Waffenbesitzer sind Wähler. Wolfgang Geier erkundet Amerika abseits der touristischen Sehenswuürdigkeiten und bietet – kurz vor den Präsidentschaftswahlen kommenden November – in lebendigen Reportagen aktuelle, aber auch ungewöhnliche Einblicke in Leben und Politik.

Wolfgang Geier – OBAMERIKA
Berichte aus dem Land der unbegrenzten Gegensätze
240 Seiten in Hardcover, mit zahlreichen Fotos
ISBN: 978-3-902533-35-7

Zum Autor: Wolfgang Geier wurde 1966 in Kufstein geboren. Nach einem Germanistik- und Geschichte-Studium in Innsbruck war er ab 1996 zunächst fu¨r den ORF in der Ö1-Innenpolitik, als „Zeit im Bild“- Redakteur und Gastgeber in der ORF „Pressestunde“ tätig. Seit Juli 2009 berichtet er nun als Korrespondent aus dem ORF-Bu¨ro Washington. Zum Buch: „Yes, we can!“ – damit ist Barack Obama zum politischen Hoffnungsträger fu¨r Millionen geworden. Doch fast vier Jahre später, am Ende seiner ersten Amtszeit als Präsident der USA, ist von dem versprochenen Wandel nicht viel u¨brig geblieben: In Guantanamo werden noch immer Unschuldige gefangen gehalten, die Straßen im ganzen Land zerfallen, die staatlichen Schulen sind in katastrophalem Zustand und weite Teile des Buürgertums fuürchten den finanziellen und gesellschaftlichen Abstieg. Politische Versäumnisse der vergangenen Jahrzehnte, aber auch Fehler in Barack Obamas Amtszeit haben die Gesellschaft tief gespalten. Aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist das Land der unbegrenzten Gegensätze geworden!

Stresstest Deutschland – Wie gut sind wir wirklich?

Deutschland – der Musterschüler Europas?

Deutschland ist Vize-Exportweltmeister, hat das begehrte AAA-Rating und hangelt sich von einem XXL-Aufschwung zum nächsten. Gleichzeitig wissen Millionen Deutsche am Monatsende nicht mehr, wie sie ihre Rechnungen bezahlen sollen. Ihnen droht die Altersarmut, während ihre Kinder sich von einem Zeitvertrag zum nächsten schleppen.

Geht es der Bevölkerung tatsächlich gut, wenn es der Wirtschaft gut geht? Ist die schwäbische Hausfrau wirklich ein passendes Leitbild für eine Volkswirtschaft? Wird Demokratie überhaupt noch gelebt, oder ist sie mittlerweile zu einer hohlen Phrase für Sonntagsreden verkommen? Und wer ist eigentlich der Souverän – die Banken oder das Volk? Sind die Medien noch ein „Sturmgeschütz der Demokratie“ oder nur die „Spritzpistole Angela Merkels“? Kann die Bewegung der Empörten ein Korrektiv sein? Jens Berger unterzieht Deutschland einem Stresstest und kommt zu einem ernüchternden Ergebnis.

Politik und Medien preisen täglich die Leistungsfähigkeit Deutschlands, nicht ohne uns im gleichen Atemzug zu ermahnen, den Gürtel doch bitte enger zu schnallen. Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt – die Grenzen zwischen Selbstbeweihräucherung und schrillem Alarmismus verschwimmen immer mehr. Doch wie gut ist Deutschland wirklich? Jens Berger wirft einen unbestechlichen Blick u. a. auf die derzeitige Demokratiekrise, auf Wirtschafts-, Finanz- und Gesundheitspolitik, auf Rente und Soziales.

Über den Autor
Jens Berger ist freier Journalist und politischer Blogger der ersten Stunde. Als Redakteur der NachDenkSeiten und Herausgeber des Blogs Spiegelfechter schreibt er regelmäßig zu sozial-, wirtschafts- und finanzpolitischen Themen. 

Jens Berger
Stresstest Deutschland
Wie gut sind wir wirklich? www.westendverlag.de
240 Seiten, Klappenbroschur
ISBN: 978-3-86489-002-4

Urich von Weizsäcker: “Faktor vier”

Wie können wir unsere Ressourcen besser nutzen und so die Umwelt schonen, ohne auf den gewohnten Wohlstand zu verzichten? Die Antwort auf diese Frage liefert Ulrich von Weizsäcker mit seinen Coautoren in einem Bericht an den Club of Rome, der auch als Taschenbuch vorliegt. „Faktor vier“ bedeutet, viermal so viel als bisher aus den vorhandenen Ressourcen herauszuholen: Auf diese Weise könnte man den Naturverbrauch halbieren und gleichzeitig den Wohlstand verdoppeln.

Was auf den ersten Blick wie eine völlig unrealistische „Öko-Fantasie“ aussieht, erweist sich bei genauerer Betrachtung als durchaus praktikable Möglichkeit, um das bedrohte ökologische Gleichgewicht der Erde wieder ins Lot zu bringen. Weizsäcker entwirft eine „Effizienzrevolution“, mit der sich die Energieverschwendung wirksam stoppen läßt. Mit 50 Beispielen aus allen wirtschaftlichen Bereichen versuchen die Autoren, die Wirksamkeit des „Faktors vier“ zu belegen: Anschauliche Berichte über rostfreie und sparsame Autos, langlebige Büromöbel, intelligente Schienentechnik, biologische Bürohäuser oder energiesparende Pumpen und Motoren zeigen jede Menge schlaue Ideen für den besseren und sparsameren Umgang mit unseren knappen Ressourcen.

Weizsäcker und seine Coautoren beschwören keine Weltuntergangsstimmung herauf. Sie legen ganz einfach die Fakten auf den Tisch. Ihr Bericht ist anschaulich, leicht verständlich und – hoffentlich wirkungsvoll…

Urich von Weizsäcker u.a.: “Faktor vier”
Verlag Knaur, 352 Seiten.

Lückenpresse

Das Ende des Journalismus, wie wir ihn kannten

Ddie etablierten Medien stecken in einer massiven Glaubwürdigkeitskrise.
Teile des Publikums proben den Aufstand, öffentliche und veröffentlichte Meinung driften auseinander. Nicht nur hierzulande, auch in vielen Ländern geraten die angeblichen Leitmedien unter Beschuss. Stein des Anstoßes sind die Inhalte – Stichwort “Lügenpresse”. Doch sind Lügen wirklich das Problem?

Ulrich Teusch stellt zwei andere, weit gravierendere Faktoren ins Zentrum seiner Analyse: die Unterdrückung wesentlicher Informationen und das Messen mit zweierlei Maß. Beide Defizite sind in unserem Mediensystem strukturell verankert. Wenn sich daran nichts ändert, wird sich das Siechtum der Mainstreammedien fortsetzen. Und der Journalismus, wie wir ihn kannten, wird bald der Vergangenheit angehören.

Ulrich Teusch
LÜCKENPRESSE
Das Ende des Journalismus, wie wir ihn kannten
ISBN: 978-3-86489-145-8
ca. 224 Seiten
Klappenbrochur
www.westendverlag.de




Ulrich Teusch, Politikwissenschaftler, lebt als freier Publizist in Edermünde bei Kassel. Er schreibt Sachbücher und ist Hörfunkautor. Für sein SWR-Feature „Nicht schwindelfrei – Über Lügen in der Politik“ erhielt er 2013 den Roman-Herzog-Medienpreis. Im Dezember 2015 lief dann sein viel beachtetes Feature im SWR mit dem Titel „Vertrauen ist gut … Die Medien und ihre Kritiker“. Bücher zuletzt: „Die Katastrophengesellschaft: Warum wir aus Schaden nicht klug werden“ und „Jenny Marx: die rote Baronesse“.


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