Das Katzenbuch für Einsteiger

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Vorwort

Katzen sind wunderbare Begleiter

„Stress und Haustiere vertragen sich nicht“ – so lautet das Ergebnis einer Studie der Universität des Bundesstaates New York. Katzen scheinen vor allem in Stresssituationen beruhigend zu wirken. Teilnehmer der Studie waren unter hohem Blutdruck leidende Börsenmakler. Die Hälfte von ihnen legte sich für die Untersuchung einen vierbeinigen Freund zu. Das erfreuliche Resultat: Schon nach einem halben Jahr sank ihr Blutdruck um die Hälfte, während bei ihren „tierlosen“ Kollegen alles beim Alten blieb. Schon die Anwesenheit eines Haustieres im Raum lässt das Herz ruhiger schlagen, dämpft Nervosität und fördert soziale Kontakte.

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Nicht nur Erwachsene, auch Kinder profitieren von einem Haustier und insbesondere von Katzen. Sie gelten als ideale Haustiere, sind meist verschmust und lehren uns, andere zu akzeptieren, wie sie sind. Katzen zeigen sehr deutlich, was sie mögen und was nicht. Sie sind selbstbewusst und haben ein gutes Gespür für die Sorgen und Nöte ihrer Besitzer. Sie sind der ideale Begleiter für Kinder und auch ältere Menschen. Kinder lernen, Grenzen zu respektieren, alte, einsame Leute fühlen sich nicht mehr allein, wenn eine Katze im Haus ist. Die Samtpfoten hören gut zu und akzeptieren ihr menschliches Gegenüber, ohne zu hinterfragen.

Die Katze als Familienmitglied und Freund

Eine Katze macht eine Wohnung oft erst zu einem richtigen Zuhause. Schließt man die Wohnungstüre auf, so steht sie da und wartet auf einen, in voller Erwartung gestreichelt und beachtet zu werden, aber natürlich auch, um zu fressen.

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Ein einsamer Abend mit Fernsehen, die Langeweile kommt hoch aber dann ein Streicheln am Bein, ein leises Mauzen, der Sprung auf die Couch, ein Anschmiegen und Schnurren. Plötzlich ein Geräusch und Schwups ist sie weg. „Was war das?“ scheint sie sich zu fragen. Ist da möglicherweise etwas zum Spielen? Und auf einmal geht ein Tapsen geht durch die Wohnung, der Stubentiger rennt an einem vorbei, die Ohren nach hinten gerichtet, ein leichtes Knurren – und dann, ein Blick nach hinten. Da bewegt sich doch was? Und dann zack ein Biss in den eigenen Schwanz und schon ist er wieder weg. Ach da ist er ja wieder und die Katze dreht sich im Kreis und im Kreis und im Kreis, um den eigenen Schwanz zu fangen… Dieses kleine Bespiel zeigt Ihnen, wie Stubentiger einen langweilige Fernsehabend zu einer unterhaltsamen Angelegenheit werden lassen.

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All das und viel mehr macht eine Katze zu einem treuen, loyalen Begleitern in allen Lebenslagen. Doch die Entscheidung für eine Katze will gut überlegt sein. Vor allem sollte man dabei auch an die Bedürfnisse der Katze denken. Haustiere sollten mit viel Respekt und Liebe behandelt, aber nicht vermenschlicht werden. Sie bleiben immer Tiere, die unsere Fürsorge brauchen. Die Anschaffung sollte vor allem dann gut überlegt werden, wenn es sich um Familien mit Kindern handelt. Nicht jede Katze kommt mit dem Lärm oder dem Spielverhalten von kleineren Kindern klar. Ideal ist es, wenn die Katze bereits an Kinder gewöhnt ist.

Wo finde ich meine Traumkatze?

Zunächst einmal sollten sich künftige Haustierhalter darüber klar werden, welche Rasse in Frage kommt. Wer an eine Katze aus einer Zucht denkt, sollte sich gründlich über den Züchter seiner Wahl informieren, um wirklich ein gesundes, vitales Tier zu erhalten. Auch mögliche Krankheitsprobleme, die bei manchen Rassen gehäuft auftreten (z.B. Herzerkrankungen) gilt es zu berücksichtigen.

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„Promenadenmischungen“ sind in gesundheitlicher Hinsicht meist unkomplizierter. Wer sich im Tierheim umsieht, kann hier seinen neuen Freund fürs Leben finden und zugleich ein gutes Werk tun. Bauernhofkatzen können manchmal etwas scheu sein, wenn sie nicht an das Leben im Haus und an menschliche Gesellschaft gewöhnt sind. Wer eine richtige Schmusekatze sucht, sollte sich daher genau ansehen, unter welchen Bedingungen der Wurf am Bauernhof herangewachsen ist.

Abschließend muss noch geklärt werden, ob die neue Katze eine Wohnungskatze oder ein Freigänger werden soll.

Vom Züchter

Eine Möglichkeit, seine Wunschkatze zu finden, könnten Katzenzüchter sein. Das kostet natürlich viel Geld (ab 250 Euro), nicht nur bei der Anschaffung, sondern auch im weiteren Verlauf des Katzenlebens.

Zuchtkatzen besitzen außerdem Eigenheiten, die in ihrer Rasse begründet sind, und daher sollte die Anschaffung einer Rassekatze vorher gut geplant werden. Informationen zu den einzelnen Rassen bieten der Züchter oder das Internet sowie viele Ratgeber zu diesem Thema.

Siamkatzen zählen zu den bekanntesten und am stärksten verbreiteten Rassekatzen.

Katzen von Bekannten und Freunden

Freunde, Verwandtschaft oder Bekannte vermitteln nicht selten kleine Hauskatzen. Die Anschaffungskosten halten sich in Grenzen (oft kleine Beträge bis 10 Euro oder gratis). Vorteil: Der neue Besitzer kennt die Umgebung und Familie des kleinen Kätzchens und kann gut abschätzen, ob sie in das neue Zuhause passt. Ein weiterer Vorteil ist die ständige Ansprechbarkeit des alten Besitzers.

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Aus dem Internet bzw. von Kleinanzeigen

Auch im Internet wird man schnell fündig. Auf Plattformen für Kleinanzeigen gibt es jede Menge kleine Kätzchen, die angeboten werden. Die Preise liegen zwischen 0 bis 50 Euro. Trotzdem sollte auch hier eine gewisse Vorsicht geboten sein. Denn bei einigen Katzenbesitzern hört mitunter die Tierliebe auf, wenn die kleinen Kätzchen des Wurfs unerwartet Kosten und Arbeit verursachen. Das betrifft nicht nur das Futter und die notwendigen Wurm- bzw. Flohkuren, sondern auch das Sauberkeitstraining, das sehr anstrengend sein kann. Mancher Besitzer nimmt in diesem Fall die Kätzchen viel zu zeitig der Mutter weg (oft zwischen der 6. und 8. Lebenswoche). Das wirkt sich sehr schlecht auf die Gesundheit der Kätzchen aus und kann dem neuen Besitzer weitere Kosten bescheren.

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Kätzchen sollten erst dann von der Mutter getrennt werden, wenn sie etwa 12 Wochen alt sind.

Wer sich ein Kätzchen im richtigen Alter holt, sollte daran denken, sich auch die Anschrift des Tierarztes, eine Liste eventuell bereits verabreichter Medikamente sowie Infos zum Futter und die Telefonnummer des ehemaligen Besitzers zu besorgen. Und natürlich sollte man sich auch die Mutterkatze ansehen, um die Chance zu erhöhen, ein gesundes neues Familienmitglied mit nach Hause nehmen zu können.

Aus dem Tierheim

Eine Katze aus dem Tierheim zu holen, mag sehr lobenswert sein, aber bei Familien mit Kindern stellt sich das häufig als schlechte Idee heraus. Wichtige Vorteile für eine Katze aus dem Tierheim sind unter anderem, dass die Katzen bereits kastriert, geimpft sowie gechipt sind und der neue Besitzer wichtige Anhaltspunkte für die Pflege der Katze erhält.

Leider haben diese Katzen eine Vorgeschichte und in den wenigsten Fällen kann das Tierheim genau sagen, was alles vorgefallen ist. Der Kontakt zum Menschen beschränkt sich bei diesen Katzen meistens nur auf das Notwendigste und man muss sich auf ein eventuell verstörtes Kätzchen einstellen.

Das bedeutet, dass der neue Besitzer viel Ruhe, Zeit und Geduld haben sollte. Dinge also, die häufig in einer Familie fehlen. Zudem bringen Kinder kaum das Verständnis für ein ängstliches Familienmitglied auf, das sich womöglich tagelang in einer dunklen Ecke versteckt und nicht zum Spielen bereit ist.

Es gibt letztlich kein Erfolgsrezept, wo man eine „kindertaugliche“ Familienkatze findet. Ein Kätzchen aus einem Haushalt mit Kindern, das neugierig und spielbereit ist, dürfte aber gute Voraussetzungen als neues Familienmitglied mitbringen.

Alte oder junge Katze – was passt besser zu mir?

Wer sich dazu entschließt, eine Katze als Haustier zu halten, sollte sich überlegen, ob eine ältere oder junge Katze besser zu ihm passt. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile.

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Schauen wir uns zunächst die jungen Kätzchen an. Die Vorteile liegen klar auf der Hand. Eine junge Katze spricht den Beschützerinstinkt in uns an und hat ihr ganzes Katzenleben noch vor sich. Sie passt sich außerdem schneller dem neuen Haushalt und den Familienmitgliedern an. Junge Katzen spielen gern und ausdauernd.

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Aber damit enden auch schon die Vorteile. Wie sich die Persönlichkeit eines Kätzchens noch entwickelt, ist meistens nicht absehbar. Deshalb benötigt eine kleine Katze sehr viel Zeit, Aufmerksamkeit und muss, besonders, wenn sie sehr jung ist, erst bestimmte Regeln lernen, was sie darf und was nicht.

Manche Katzenbesitzer holen sich eine zweite kleine Katze, damit das erste Kätzchen tagsüber beschäftigt ist. Bei unerfahrenen Katzenbesitzern ist nun das Chaos vorprogrammiert. Kaputte Gardinen, zerbrochene Vasen, zerrissene Kissen oder Urinieren an den unmöglichsten Stellen können die kleinsten Probleme dabei sein.

Das wäre nicht passiert, wenn die zweite Katze etwas älter gewesen wäre. Ältere Katzen haben den Vorteil, dass sie stubenrein sind und bestimmte Regeln bereits kennen. Zwar benötigt man auch bei älteren Stubentigern Geduld und etwas Einfühlungsvermögen, aber die Eingewöhnungsphase dürfte nicht so anstrengend werden. Die Persönlichkeit ist ausgereift und das neue Herrchen oder Frauchen kann wesentlich besser einschätzen, ob es mit den Eigenheiten der Katze leben kann.

Tatsächlich eignen sich ältere Katzen sehr gut als Zweitkatzen, denn sie sind sozialisiert und kommen meistens mit anderen Katzen gut zurecht.

Wer die Absicht hat, Katze und Hund zusammen zu bringen, solle ein Jungtier bzw. eine Katze mit Hundeerfahrungen wählen.

Was braucht meine Katze?

Die Katzentoilette

Bevor die Katze einzieht, sollte man sich daran machen, alles für den neuen Mitbewohner vorzubereiten, denn in dieser Hinsicht fehlt bei „Einsteigern“ meist noch so ziemlich alles.

Das Wichtigste wohl ist das Katzenklo. Wo soll es stehen, welche Marke soll es sein? Mit Deckel oder ohne? Die Wahl einer guten Katzentoilette in einer ausreichenden Größe ist ein wichtiger Punkt. Falls Sie eine Toilette mit Deckel möchten, sollten Sie darauf achten, dass ein wechselbarer Kohlefilter inbegriffen ist, denn dieser mindert den Geruch.

Als nächstes sollte man sich über die Qualität des am Markt angebotenen Katzenstreus informieren. Eine hochwertige Streu ist wichtig, denn manche Sorte staubt so sehr, dass es die Lungen der kleinen Tiger schädigen kann. Die Wahl einer etwas teureren Marke kann sich lohnen, um Geruchsprobleme im Zaum zu halten.

Für die Platzierung der Katzentoilette sollten Sie einen ruhigen Ort, der weit von der Futterstelle entfernt ist, wählen, denn auch eine Katze hat es beim Geschäft gern ruhig.

Fressen & Trinken

Das richtige Futter

Futter ist natürlich ebenfalls elementar wichtig. Hier muss schon von Anfang an entschieden werden, ob man eher zu preiswerteren oder teureren Marken greifen möchte. Katzen fressen unter Umständen das preiswertere Futter nicht mehr, wenn sie erst ein paar Mal das „edlere“ bekommen haben.

Der Futterplatz

Der Futterplatz sollte ebenfalls mit Bedacht ausgewählt werden, Sie essen ja schließlich auch nicht irgendwo mitten im Gang an einer Stellt, wo andere Hausgenossen immerzu vorbeimüssen.

Der Napf mit täglich frischem Wasser sollte nicht direkt daneben stehen. Das wird von der Katze sozusagen nicht gerne gesehen. Großkatzen in der freien Natur vermeiden es, ihre Wasserstellen durch ihre erlegte Beute zu verunreinigen. Dieses Erbe wirkt vermutlich auch bei Stubentigern noch nach.

Braucht meine Katze Zusatzstoffe?

Pro Jahr geben Deutsche um die 2,6 Milliarden Euro für Tierfutter aus, damit sind sie weltweite Spitzenreiter. Futterkonzerne haben den Trend erkannt und überschwemmen den Markt mit Kreationen für den speziellen Bedarf für junge und alte Katzen, für Diabetiker, für Moppel (Diätprodukte) und vieles.

Vitamin und Nährstoffbedarf

Das Industriefutter ist auf den Vitamin- und Nährstoffhaushalt einer Katze selten wirklich gut abgestimmt. Manche Vitamine sind im Futter im Überfluss enthalten, andere wiederum kommen zu kurz. Im Fokus der Futterindustrie steht nicht die ausgewogene Ernährung der Vierbeiner, Hauptsache ist, dass es ihnen schmeckt und vom Herrchen bzw. Frauchen gekauft wird. Bestimmte Nährstoffe bleiben damit auf der Strecke.

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Katzen benötigen für eine ausgewogene Ernährung Calcium und Phosphor für die Blutbildung, das Herz und den Knochenbau. In manchen Futtersorten ist der Phosphorbedarf bis zu einem Sechsfachen überschritten, was zu Problemen mit den Nieren führen kann. Gesetzlich gibt es keine Vorschriften, wie hoch im Futter der maximale Calcium- oder Phosphorgehalt sein darf.

Die Futtermarke öfter mal variieren

Wenn beim Futter die Marke und Sorte regelmäßig variiert, variieren auch die Nährstoffe. Bleibt es beim Futter derselben Marke und vielleicht sogar derselben Sorte, können schnell Mangelerscheinungen auftreten, die gesundheitliche Probleme verursachen. Dies sollte man generell vermeiden. Leidet die Katze an einer Erkrankung, oder ist sie trächtig, können dem Vierbeiner Nahrungsergänzungsmittel guttun.

Nahrungsergänzungsmittel sind keine Arzneimittel

Nahrungsergänzungsmittel sind ohne Nebenwirkungen, ansonsten würden sie unter das Arzneimittelgesetz fallen und wären keine Nahrungsergänzungsmittel mehr. Es gibt bislang keine gesetzliche Vorgabe in Bezug auf die bei Katzen erlaubten Höchstmengen der Nährstoffe oder anderen Stoffe, die bei ständig erhöhter Dosierung eine negative Reaktion des Körpers hervorrufen könnte. Andere Inhaltsstoffe sind lebensmittelrechtliche Nährstoffe aus dem Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB). Bei nicht ordnungsgemäßer Anwendung der Nahrungsergänzungsmittel wäre beispielsweise eine Überdosierung des Vitamin A möglich.

Benötigen Katzen Nahrungsergänzungsmittel?

Sofern Katzen sich gesundheitlich in gutem Zustand befinden und eine ausgewogene Ernährung genießen, ist eine ergänzende Verabreichung von Ernährungsergänzungsmitteln keinesfalls erforderlich. Sobald Ihre Katze trächtig, Katzenmutter, im Seniorenalter oder krank ist, kann allerdings eine sinnvolle Nahrungsergänzung angebracht sein. Welche am besten zu Ihrem Tier passt, sollten Sie beim Ihrem Tierarzt erfragen.

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Welches Futter ist zu empfehlen?

Welches Futter eine ausgewogene Ernährung bieten kann und welches nicht, hat Stiftung Warentest unter die Lupe genommen. Zunächst wurde festgestellt, dass die Qualität und der Preis des Tierfutters überhaupt nichts miteinander zu tun haben. Wer mehr investiert, hat keineswegs zwangsläufig auch ein Futter in entsprechender Qualität. Ebenso wurde festgestellt, dass Futterwaren, die wirklich alle Erwartungen erfüllen, eher die Ausnahme sind.

Was Sie für Ihren Liebling machen können, ist für eine abwechslungsreiche Vergabe des Futters zu sorgen. In keiner Weise ist damit nur die Tiernahrung der Futterindustrie gemeint. Verfüttern Sie immer mal wieder zubereitetes Futter, erzeugt mittels Fleischwolf. Beim Metzger bekommen Sie für wenig Geld die passenden Zutaten, ebenfalls Knochen und Pansen. Achten Sie auf eine eiweißreiche Ernährungsweise, vor allem mit tierischem Eiweiß. Die pflanzliche Variante ist weniger gut verdaulich und daher für eine Katze weniger geeignet.

Darf meine Katze Milch trinken?

Es gibt viele Katzenbesitzer die nicht wissen, ob sie ihrer Katze nur Wasser zum Trinken geben dürfen, oder ob sie ihnen zwischendurch die leckere Kuhmilch anbieten können; denn schließlich hat man das auch früher gemacht und die Katze mit einem Schälchen frischer Milch beglückt. Milch sollte aber tatsächlich lieber nicht am Speiseplan stehen. Normale Milch vertragen Katzen, entgegen der landläufigen Meinung, nicht. Bei manchen Katzen ruft Milch eine Verschleimung des Magens hervor, und es kann zu schweren Durchfällen kommen. Deshalb sollte man ihnen nur selten und nicht zu viel davon vorsetzen.

Eine gute Alternative zur Kuhmilch, die die meisten Katzen auch gut vertragen, ist spezielle Milch im Tierfachgeschäft. Auch Kondensmilch ist eine Alternative. Diese wird jungen Katzen pur und erwachsenen Katzen verdünnt gegeben und schmeckt fast allen Stubentigern.

Wasser ist der beste Durstlöscher

Fakt ist, dass Katzen nicht allzu gern pures Wasser trinken, obwohl dies eigentlich das beste „Getränk“ für sie ist. Aus diesem Grund nehmen viele Katzen zu wenig Flüssigkeit auf.

Falbkatzen, die Vorfahren unserer Hauskatzen, decken ihren Flüssigkeitsbedarf fast ausschließlich mit den Körpersäften ihrer Beutetiere und begeben sich kaum zu Wasserlöchern oder ähnlichem. Wer seine Katze mit Rohfleisch (in Fachkreisen auch BARF genannt) füttert, kann den Saft des Fleisches etwas wässern und in einer Schüssel anbieten. Wer seine Katze mit Weichfutter ernährt, kann dieses auch vorsichtig mit Wasser versehen. Jedoch sollte es nicht damit “überflutet” werden, sonst wird die Katze das Futter nämlich meiden.

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Meine Katze soll mehr trinken – was kann ich tun?

Eine Katze nimmt in der Regel so viel Flüssigkeit zu sich, wie sie braucht. Der Bedarf richtet sich z. B. danach, ob sie mit Trocken- oder Feuchtfutter versorgt wird und nach Umwelteinflüssen wie etwa trockene Heizungsluft.

Manche Katzen bevorzugen fließendes Trinkwasser …

Stubentiger, die regelmäßig Medikamente einnehmen müssen, oder die an bestimmten Krankheiten leiden, sollten viel Wasser trinken, damit es nicht zu Nierenschäden kommt. Tierärzte weisen oft darauf hin, dass der vierpfotige Patient vermehrt Flüssigkeit zu sich nehmen soll, nur leider versteht die Katze das Anliegen oft nicht und trinkt weiter die übliche Menge.

Wie bringt man eine Katze dazu mehr oder ausreichend Wasser zu sich zu nehmen? Jeder Katzenbesitzer weiß, dass man den vierbeinigen Liebling kaum dazu zwingen kann, mehr zu trinken. Man kann jedoch einige Tricks versuchen.

Oft hilft es schon, Wassernäpfe an verschiedenen Stellen im Haus oder in der Wohnung aufzustellen. Wahrscheinlich weiß nur die Katze selbst, warum sie aus einigen besonders gerne oder viel trinkt. Viele Besitzer stellen fest, dass ihr Stubentiger einen der aufgestellten Näpfe bevorzugt. Hilft das nicht, kann man versuchen, Näpfe aus unterschiedlichen Materialien aufzustellen. Es gibt Katzen, die, warum auch immer, gerne und häufig aus Glasschalen trinken, andere bevorzugen Porzellan oder Steingut. Es gibt jedoch auch Tiere, die Plastik am liebsten mögen.

Man kann nur ausprobieren, was die eigene Katze bevorzugt; es gibt leider keine Regel dafür. Auch die Höhe des Trinkgefäßes kann eine Rolle spielen. Einige Katzen nehmen plötzlich mehr Wasser auf, wenn man eine hohe Schale verwendet. Es gibt „Spezialisten“, die sich so vor der Schale positionieren, dass das Kinn bequem auf dem Schalenrand aufliegt, um so genüsslich das Wasser zu schlürfen.

Freigänger trinken mit Vorliebe aus Teichen und Pfützen.

Kratzen, spielen & schlafen

Das ist noch längst nicht alles, was Sie für ein artgerechtes Halten Ihrer Katze benötigen. Sicher wollen Sie keine zerkratzten Wände oder Möbel – Abhilfe und Vorbeugemaßnahme hierfür ist ein gut ausgewählter Kratzbaum, der auch etwas Spannung und Spiel enthalten sollte, sowie etwas Beschäftigung für das Tier wie zum Beispiel durch eine Katzenangel oder einen Ball. Das hält nicht nur Besitzer und Haustier auf Trab, sondern festigt auch die Bindung zwischen den beiden.

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Die meiste Zeit des Tages wird allerdings geschlafen oder gedöst. Auch darauf sollte Rücksicht genommen werden. Ein hoch liegender Schlafplatz wird von Katzen bevorzugt, da man von dort aus gut das Herrchen oder Frauchen beobachten kann und nichts verpasst. Auch Fensterbretter sind ein bevorzugter Ort, denn auch da draußen gibt es schließlich viel zu sehen.

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Ein Katzennetz für den Balkon

Damit sind wir gleich beim nächsten Thema, dem Freilauf. Wenn sie einen Garten haben, oder in einer wenig befahrenen Straße wohnen, können Sie ihrer Katze Ausgang geben. Ist Ihnen das nicht möglich, besitzen Sie aber einen Balkon, können Sie diesen mit einem Katzennetz umzäunen, sodass ihr kleiner Liebling frische Luft schnuppern kann. Keine Angst vor Bohrungen in der Hauswand! Es gibt auch bohrfreie Varianten für Netze – etwa mit Teleskopstangen, die einfach nur festgeklemmt werden.

Weitere Utensilien, die Sie für Ihre Katze brauchen

Neben Näpfen, Kuschelkissen sowie Transportbox- oder Korb sollte man an Kuscheldecken und an Utensilien zur Fellpflege wie Katzenbürsten denken.

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Ein spezielles Produkt bei reinen Wohnungskatzen darf auf gar keinen Fall fehlen: Spielzeug. Alles, was sich bewegt, oder was man vom Herr/Frauchen werfen lassen kann, ist der Hit. So gut umsorgt steht einem glücklichen Katzenleben nichts mehr im Wege. Fressen, schlafen, spielen und Schmusen –  das Katzenleben kann so schön sein!

Gesundheitsvorsorge für die Katze

Ihre Katze ist neugierig und verspielt? Sie hat ein dichtes, glänzendes Fell und klare Augen? Herzlichen Glückwunsch! Artgerechte Haltung, gute Ernährung und Pflege sorgen offensichtlich dafür, dass es ihrer Katze gut geht. Doch trotz all Ihrer Bemühungen und trotz der sprichwörtlichen Widerstandskraft können auch Katzen krank werden.

Mangelnder Appetit und wenig Spieltrieb sollten Sie darauf aufmerksam machen, dass Ihre Katze sich nicht wohl fühlt. Kratzt sie sich ständig, hat viel Durst oder gar Durchfall und erbricht sie sich mehr als sonst, ist sie möglicherweise krank und Sie sollten einen Tierarzt aufsuchen. Dasselbe gilt, wenn Ihre Katze Fieber oder Husten hat. Mindestens einmal jährlich sollten Sie mit Ihrem Liebling ohnehin einen Veterinär aufsuchen.

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In jedem Fall kommt einiges an Kosten auf Sie zu: Kostenfaktoren sind jährliches Impfen, Entwurmen und Tierarztbesuche. Je nachdem, ob Ihr Miniaturtiger Auslauf bekommt, oder Sie Stress entgehen wollen, sollten Sie auch über eine Kastration nachdenken. Denn wenn ein Kater markiert, oder eine Katze rollig wird, kann das für alle Beteiligten nervenaufreibend werden.

Impfungen

Ebenso wie bei Menschen ist es sinnvoll, Katzen gegen bestimmte Krankheiten impfen zu lassen. Die Impfungen erfolgen ab der fünften Lebenswoche des Kätzchens und werden in den ersten vier Lebensjahren alle zwölf Monate aufgefrischt. Dies dient dem Schutz der Tiere, aber auch der Menschen, die mit ihnen in Kontakt kommen. Will man mit seinem Tier vereisen, sind bestimmte Impfungen sogar verpflichtend. Hierzu gehört die Impfung gegen Tollwut, die für Auslandsreisen fast immer erforderlich ist.

Weitere Impfungen, die für Katzen empfehlenswert sind, dienen dem Schutz vor Katzenseuche, Katzenschnupfen und Leukose. Letztere, die auch als Katzenleukämie bezeichnet wird, ist ansteckend und überträgt sich etwa durch Bisse oder Geschlechtsverkehr von Katze zu Katze. Katzenseuche kann sogar durch Gegenstände zwischen Stubentigern übertragen werden. Auch gegen den Katzenschnupfen, von dem sehr viele Tiere betroffen sind, bietet eine Impfung guten Schutz. Zwar kann eine Ansteckung nicht hundertprozentig ausgeschlossen werden, doch verläuft die Krankheit bei geimpften Tieren wesentlich leichter. Umstritten ist hingegen der Nutzen der FIP-Impfung gegen die Feline Infektiöse Perionitis (FIP), also Bauchfellentzündung. Am besten besprechen Sie sich hierzu mit Ihrem Tierarzt. Vor dem Impftermin untersucht der Tierarzt anhand einer Kotprobe, ob die Katze Parasiten hat. Sämtliche Impfungen werden in einen Impfpass eingetragen.

Weitere Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge

Wenn Sie eine Katze neu anschaffen, sollte Sie sie zunächst auf Würmer untersuchen lassen. Gegebenenfalls müssen Sie eine Wurmkur durchführen. Die notwendigen Präparate können Sie der Katze in Form von Pasten oder Tabletten verabreichen. Bei Katzen, die ausschließlich in der Wohnung leben, müssen Sie die Behandlung nur einmal durchführen. Katzen, die im Freien herum laufen, können sich möglicher Weise erneut anstecken. Dann muss auch die Entwurmung wiederholt werden.

Außer der Tollwut gibt es nur sehr wenige Krankheiten, die von der Katze auf den Menschen übertragbar sind. Schwangere Frauen sollten, wenn sie mit einer Katze im Haushalt leben, eine Ansteckung mit Toxoplasmose ausschließen lassen. Zwar müssen Sie, wenn Sie schwanger sind, das Tier nicht abgeben, doch sollten Sie nicht selbst das Katzenklo sauber machen und keinen allzu intensiven Körperkontakt mit der Katze pflegen. Auch die Mikrosporie, ein Hautpilz der Katze, ist auf den Menschen übertragbar. Er äußert sich bei der Katze durch Haarausfall und ständiges Kratzen. Gründliche Hygiene und das Desinfizieren aller Gegenstände, mit denen die Katze in Berührung kommt, sind hier notwendig. Keine Gefahr für den Menschen geht von dem so genannte Katzen-Aids: Felines Immundefizienz-Virus (FIV) aus. Leider gibt es hiergegen noch keine Impfung.

Gesundheitsvorsorge bei älteren Katzen

40 % ihres Lebens legen Katzen als Senioren zurück. Trotzdem können Katzen mit guter medizinischer Versorgung, einem aktiven Lebensstil und etwas Glück über 20 Jahre alt werden. Der Körper der Katze verändert sich im Laufe der Jahre und die Sinnesfunktionen werden schwächer, die Tiere werden allgemein ruhiger. Spätestens dann sollten Sie die Ernährung und Pflege des Stubentigers seniorengerecht gestalten.

Den Übergang ins hohe Katzenalter bekommt man in der Regel kaum mit, die Tiere verlangsamen einfach nur ihr Lebenstempo. Sie jagen und spielen weniger und man kann beobachten, dass sie stimmfreudiger sind und sich mehr für Ihre Aktivitäten interessieren.

Auch ändern sich die Bedürfnisse an Nährstoffen, wenn die Katze älter geworden ist. Im Futter sollten jetzt weniger Kalorien und Fett enthalten sein. Für eine gute körperliche Gesamtverfassung ist hochwertiges, leicht verdauliches Protein wichtig. Das spezielle Seniorenfutter enthält Mineralstoffe, welche die alternden Gelenke unterstützen. Die Vitamine und Proteine helfen bei der Bekämpfung von Infektionen. Seniorenfutter hat in der Regel kleine, weiche Futterstücke, geeignet für Katzen mit unvollständigem Gebiss. Auch sind im Alter mehrere kleine Mahlzeiten besser geeignet und es sollte immer frisches Wasser zur Verfügung stehen. Trinken ist im Alter sehr wichtig, damit die Nieren gesund bleiben.

Gegen Übergewicht bei Seniorenkatzen hilft zwar kein Kaffee (den sollten keine Katze trinken!), aber eine ausgewogene, nicht zu kalorienreiche Ernährung.

Auch regelmäßige Gesundheitskontrollen beim Tierarzt sind unbedingt erforderlich. Überwachung des Körpergewichts und Zahnpflege sind unerlässlich. Auch die körperliche Verfassung spielt eine große Rolle und die Funktion von Herz und Nieren sollte regelmäßig überprüft werden. Auch die jährliche Impfung ist wichtig und sollte nicht ausgelassen werden.

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Genau wie bei uns Menschen sind Fettleibigkeit und Arthritis häufige Gesundheitsprobleme im Alter. Sie sollten deshalb Ihre Katze regelmäßig zu Bewegung animieren. Wichtig ist auch eine konsequente, tägliche Routine für die physische und emotionale Gesundheit der Katze. Planen Sie tägliche eine Sitzung für Fellpflege und Kraulen ein; dabei lassen sich auch steife Gelenke massieren! Vergessen Sie dabei auch nicht den wichtigen Zahncheck.

Stellen Sie auch immer einen warmen Schlafplatz bereit, denn alte Katzen lieben Ruhe und Gemütlichkeit. Wenn es bei Ihnen mal laut wird, sorgen Sie für ein separates Zimmer, wo sich die Katze zurückziehen kann.

Wenn Sie Ihrer in die Jahre gekommenen Katze ein gemütliches Zuhause bieten und sich auch mit ihr beschäftigen, werden Sie noch lange Freude an ihr haben.

Wenn sich die Katze seltsam verhält

Wer schon lange mit seiner Katze zusammenlebt, kennt ihr Verhalten genau und kann gut erkennen, ob sie ungewöhnlich reagiert. Trotzdem ist es auch für erfahrende Katzenbesitzer sehr schwierig, die Ursache für das abweichende Verhalten zu erkennen.

Katzen sind sehr sensible Lebewesen, die Veränderungen in ihrer Umgebung nicht besonders mögen. Oft reicht eine Neuanschaffung wie ein neues Möbelstück, und die Katze sträubt das Fell und ist aufgeregt oder gar aggressiv. In der Regel gewöhnt sie sich schnell daran, und alles ist wieder gut. Auch fremde Menschen können eine Katze irritieren, oder eine neue Katzenstreu gefällt ihr nicht. Mit ein wenig Geduld findet man meist heraus, was der Katze gerade nicht passt.

Ist die Katze mit einer Neuerung ganz und gar nicht einverstanden, kann sie unsauber werden. In diesem Fall ist es besonders wichtig, den Störfaktor ausfindig zu machen und möglichst zu beseitigen. Hat sich nichts in der Wohnung verändert, sollte man eventuell den Tierarzt aufsuchen. Katzen werden oft unsauber, wenn sie krank sind. Nach der erfolgreichen Behandlung benutzt die Katze dann auch wieder die Katzentoilette.

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Oft hilft nur der Zufall, um herauszufinden, warum die Katze sich seltsam verhält. Es kann z. B. sein, dass sie an einer Zimmerpflanze geknabbert oder am Stamm größer Pflanzen gekratzt hat. Beim Putzen schleckt sie dann Pflanzensubstanz von den Pfoten. Einige, scheinbar ganz harmlose Zimmerpflanzen, wie z. B. die beliebte Yucca-Palme, können giftig für Katzen sein und z. B. halluzinogen wirken. Trennt man sich von den Zimmerpflanzen, ist die Katze schnell wieder „normal“.

Im Internet gibt es zahlreiche Listen mit Pflanzen, die Katzen schaden können. Im günstigsten Fall interessiert sich die Katze nicht für die Pflanze. Kommt eine neue Katze ins Haus, die diese Pflanze interessant findet, kann es dann zu Vergiftungserscheinungen kommen. Man kann zum Beispiel Generationen von Katzen gemeinsam mit Yucca-Palmen in der Wohnung gehalten haben, ohne dass etwas passiert ist. Irgendwann ist dann eine dabei, die gerade diese Pflanze unwiderstehlich findet.

Zahnhygiene

Die heutige Katzennahrung kann nicht die Zähne gründlich reinigen und damit für gesunde Zähne sorgen. Früher wurden durch den Beutefang und Beuteverzehr die Zähne der Katzen sozusagen automatisch gereinigt.

Bei einer Katze ist Zahnhygiene daher genauso wichtig wie beim Menschen. Auch bei ihr können unsaubere Zähne zu schmerzhaften Folgen führen. Wie beim Menschen führen Zahnstein oder Zahnbelag zu Entzündungen, Parodontitis und sogar zu Zahnverlust. Bakterien können über den Blutkreislauf vom Entzündungsherd an dem Zahnfleisch zu den Organen gelangen.

Gebildet werden die Bakterien durch das Haften von Nahrungsresten an den Zähnen. Dadurch entsteht Plaque, also weiche Bakterien-Beläge auf den Zähnen. Anfangs sind sie noch unsichtbar. Es gelangen so ständig Gifte in das Zahlfleisch. Dies entzündet sich. Zahnfleischentzündung nennt man Gingivitis. Bei Katzen kann das durch eine dunkelrote Linie am Zahnfleischrand sichtbar werden.

Aus dem Speichel der Katze entsteht durch Anlagerung von Mineralien fester Zahnstein, wenn die Plaque nicht regelmäßig entfernt wird. Dadurch wird die bakterielle Plaque unter dem Zahnfleisch weiter gefördert. Diese Entzündung muss spätestens jetzt aufgehalten werden. Ansonsten entstehen massenhaft Bakterien, die Zahnfleischtaschen vergrößern sich und die Verbindung zwischen Zahn und Zahnbett wird zerstört. Das nennt man dann Parodontitis. Der Kieferknochen wird zerstört. Die Zähne lockern sich und fallen aus.

Besondere Veranlagungen sind auch Ursachen für Parodontitis. Dazu zählen unter anderem zu enge Zahnzwischenräume oder Zahnfehlstellungen. Unterstützt wird Parodontitis und Gingivitis aber auch, wenn die eigene Körperabwehr geschwächt ist, allgemeine Erkrankungen vorliegen oder mechanische, thermische oder chemische Reizungen vorliegen.

Gesunde Zähne ohne Zahnbelag

Gesundes Zahnfleisch ist glatt, ist rosafarben und hält die Zähne fest im Maul. Krankes Zahnfleisch ist gerötet. Am Rand ist eine leichte Schwellung festzustellen. Bei einer Berührung kann es zu einer Blutung kommen und die Katze kann Mundgeruch haben. Das Zahnfleisch bildet sich rund um den Zahn zurück. Daher sehen die Zähne länger aus und sind gelockert. In diesem Zustand ist der Zahnbelag meist sichtbar. Bei starken Entzündungen kann es auch zu Eiterbildung kommen.

Aber das ist noch nicht alles, was passieren kann. Die Bakterien, die bei einer Entzündung des Zahnbettes entstehen, sind meist sehr aggressiv. Sie können in den Blutkreislauf gelangen und werden so im ganzen Körper verteilt. Sie greifen die Organe an. Besonders Herz, Nieren und Leber sind gefährdet. In den Organen richten sie großen Schaden an. Dieser kann sogar lebensgefährlich für die Katze sein.

Gegenmaßnahmen können ergriffen werden. Zur Zahnhygiene kann ein Kaustreifen oder Trockenfutter, das den Plaque-Abrieb fördert, gegeben werden.

Wenn Sie regelmäßig, am besten jedes Jahr, von einem Tierarzt eine professionelle Zahnreinigung durchführen lassen, idealerweise im Zuge mit der jährlichen Gesundheitsuntersuchung, wird das Risiko enorm verringert.

Bei der jährlichen Gesundheitsuntersuchung wird die Katze auch geimpft und alle weiteren Untersuchungen durchgeführt. Der Tierarzt oder die Tierärztin entscheidet meist bei der Untersuchung, ob eine professionelle Zahnreinigung notwendig ist. Es werden alle Zahnbeläge und auch schon entstandener Zahnstein mit speziellen Geräten entfernt. Es folgt dann noch die Politur der Zähne, damit diese wieder eine glatte Zahnoberfläche haben. Die Katze wird nur kurz narkotisiert. In der Regel wird diese Narkose gut vertragen.

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Zahnhygiene für Fortgeschritten

Ist das Gebiss der Katze gereinigt, sollte dieser Zustand lange beibehalten werden. Dies kann der Tierhalter zu Hause durchführen und zwar in Form des täglichen Zähneputzens, was von vielen Katzen aber leider nicht toleriert wird.

Tipp: Versuchen Sie es trotzdem! Putzen Sie täglich die Zähne Ihrer Katze. Hierfür gibt es spezielle Zahnbürsten und eine Zahnpasta, die Katzen gerne mögen. Diese Prozedur ist nicht schwierig und wird erleichtert, wenn die Katze schon früh daran gewöhnt wird. Aber auch bei älteren Katzen gelingt es. Sie brauchen nur ein bisschen Geduld. Aber je früher Sie damit anfangen, umso besser und leichter ist es.

Am Anfang berühren Sie die Zähne der Katze erst einmal mit dem Finger. Wenn die Katze dies gut aushält, wird sie gestreichelt und gelobt. Sobald Sie diese Berührung duldet, sollten Sie vorsichtige Reinigungsversuche an den großen Zähnen, die vorne zu sehen sind, ausprobieren, also an den Fangzähnen der Katze. Eine spezielle Zahnbürste für Katzen, eine Fingerzahnbürste, ein Wattestäbchen oder ein mit einem Tuch umwickelter Finger können hierbei hilfreich benutzt werden. Spezielle Katzenzahnpasta ist im Handel erhältlich und den meisten Katzen schmeckt diese gut. Menschliche Zahnpasta darf auf gar keinen Fall benutzt werden. Katzen können den Mundraum nicht ausspülen und schlucken die Zahnpasta zwangsläufig runter. Die Zahnbürsten für Katzen sind flacher als „menschliche“ und erreichen dadurch besser die hinteren Zähne.

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Das Putzen funktioniert genauso wie bei uns Menschen. Von Rot nach Weiß streichen Sie mit dem Hilfsmittel über die Zähne, also vom Zahnfleisch zur Zahnspitze. Nach dem Reinigen ist das Streicheln und Loben der Katze sehr wichtig. Also nicht vergessen!

Nun erhöhen Sie täglich die Anzahl der Zähne, die Sie reinigen. So lange, bis schließlich das gesamte Gebiss oben und unten, von vorne und von hinten und auch der hinterste Backenzahn gereinigt wird. Belohnung durch Streicheln und Loben darf wiederum nicht vergessen werden. Wenn Sie diese Prozedur langsam und geduldig vornehmen, wird es keine Tortur für Ihre Katze. Im Gegenteil, meistens wird das Zähneputzen für die Katze ein tägliches, annehmbares Ritual. Der Aufwand ist gering, dafür der Nutzen umso größer. Eine große Motivation für Sie ist der Gedanke auf ein gesundes Gebiss und die Erhaltung der allgemeinen Gesundheit Ihrer Katze.

Beim Zähneputzen kann gleichzeitig eine Kontrolle des Zustands der Zähne durchgeführt werden. Achten Sie dabei auf Symptome wie gerötetes oder geschwollenes Zahnfleisch, erscheinen die Zähne länger, hat die Katze vermehrten Speichel, vielleicht sogar blutigen, sind die Zähne verfärbt, ist Zahnstein vorhanden oder hat die Katze Mundgeruch. Weitere Anzeichen können auch sein, wenn die Katze nur auf einer Seite kaut, sie Trockenfutter liegen lässt und lieber weiches Futter mag oder wenn sie sich mit der Pfote am Mund kratzt.

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Sobald sie ein oder mehrere Anzeichen beobachten, gehen Sie zum Tierarzt und lassen die Zähne der Katze untersuchen! Er oder sie kann Ihnen deutlich sagen, wie weit die Verschmutzung der Zähne fortgeschritten und ob eine professionelle Reinigung nötig ist.

Auf keinen Fall dürfen bei Katzen Zahncremes für Menschen angewandt werden. Katzen können ja nicht spülen und ausspucken und schlucken einen Teil der Zahnpasta zwangsläufig herunter. Deshalb muss die Katzenzahnpasta sehr speziell und verträglich zusammengesetzt sein.

Die Vorfahren unserer Katzen haben bei der natürlichen Nahrungsaufnahme die Zähne ausreichend gereinigt. Bei den heutigen Hauskatzen ist dies meist nicht der Fall. Also lag es nahe, dass die Industrie spezielle Kauprodukte entwickelt. Diese Produkte fördern die Kauaktivität der Katze und die Zähne werden gleichzeitig gesäubert. Sie sind meist auf das Katzengebiss abgestimmt. Sie können zwischen den Mahlzeiten gegeben werden und sorgen zusätzlich noch für einen frischen Atem. Sollte aus irgendeinem Grund das tägliche Reinigen der Zähne nicht möglich sein, sind diese Produkte eine gute Alternative.

Einfacher ist die Reinigung mit einer elektrischen Zahnbürste. Sie rotiert automatisch und somit können Sie sich auf die Zahnpflege besser konzentrieren. Der Aufsatz bei elektrischen Zahnbürsten ist länger als bei normalen, wodurch Sie besser an die hinteren Zähne herankommen.

Zusammenfassung:

Täglich:

• Zähne putzen

• Zähne, Zahnfleisch kontrollieren

• Auf Symptome achten

• Katze belohnen

Jährlich:

• Kontrolluntersuchung beim Tierarzt

Zwischendurch:

• Spezielle Produkte für die Zahnpflege verwenden

Wenn Sie diese Punkte beachten, wird Ihre Katze lange gesund bleiben.

Braucht meine Katze eine Krankenversicherung?

Schnell ist es passiert – der geliebten Samtpfote geschieht ein Unglück und der Gang zum Tierarzt ist unumgänglich. Kleine Missgeschicke der Katze finden immer wieder in den eigenen vier Wänden oder im Freien statt. Nach dem Besuch beim Tierarzt sind Herrchen und Frauchen froh darüber, dass es ihrem Vierbeiner wieder besser geht. Doch spätestens beim Erhalt der Tierarztrechnung hält sich die Freude in Grenzen. Daran sollte man denken, wenn man die Anschaffung einer Katze überlegt.

Den Stubentiger komplett schützen, das kann wohl niemand. Schonen lässt sich allerdings der Geldbeutel, und zwar mit einer Versicherung. Mit der sogenannten Katzenversicherung ist umfassender Schutz geboten. Sich auf die sprichwörtlichen sieben Leben einer Katze zu verlassen, das genügt oftmals nicht. Katzen sind von Natur aus neugierig und sehr aktiv. Sie erkunden die Umgebung, durchstreifen Gärten und kommen dabei leider allzu häufig auch der Straße zu nahe. Ein Unfall kann daher niemals ausgeschlossen werden. Auch eine Erkrankung oder sonstige Verletzungen lassen dem Tierhalter keine Wahl und der Tierarzt muss aufgesucht werden.

Mit einer Katzenversicherung ist man, zumindest was die Kosten anbelangt, auf der sicheren Seite. Dabei übernimmt die Versicherung die Kosten für eine ambulante und eventuelle stationäre Versorgung. Darüber hinaus sind auch die Kosten für eine Operation abgedeckt. Operationen sind eine kostenintensive Angelegenheit, welche die sogenannte Katzenoperationsversicherung abdeckt. Schwere Verletzungen oder Erkrankungen haben oftmals eine Operation zu Folge.

Inzwischen gibt es auch in Deutschland was in Großbritannien oder Schweden schon seit vielen Jahren gang und gäbe ist: Die Krankenversicherung für Tiere.

In Sachen Versicherung gibt es allerdings gewisse Unterschiede, die es zu beachten gilt. So unterscheiden Tierkrankenversicherungen zwischen Operationskostenversicherungen und Vollversicherungen. Während die OP-Versicherung ausschließlich chirurgische Eingriffe am oder im Körper des Tieres unter Narkose zur Wiederherstellung der Gesundheit abdeckt, sind im Rahmen einer Vollversicherung zusätzlich zu den Operationen auch die Heilbehandlungen bei Krankheit und Unfall mitversichert. Damit sind nicht nur die großen Risiken im Leben eines Tieres abgedeckt, sondern auch die Risiken des Alltags. Dabei handelt es sich etwa um Verdauungsstörungen, Bissverletzungen, Hauterkrankungen, Harnwegsinfektionen oder Allergien. Und gerade diese haben es in sich, denn ihre Auftrittswahrscheinlichkeit ist recht hoch. Keine Frage, dass die Vollversicherung dementsprechend auch viel teurer ist als die OP-Versicherung.

Vier Dinge gilt es beim Abschluss einer Tierkrankenversicherung zu beachten: Die so genannten Limits, die Gebührenordnung für Tierärzte (GOT), die Altersbegrenzung sowie den Selbstbehalt. Die Limits, d.h. die Begrenzungen für Versicherungsleistungen, sind unterschiedlich gesetzt. Sie variieren pro Schaden bei der Operation je nach Anbieter von etwa 600 Euro bis unbegrenzt und pro Schaden bei der Heilbehandlung von rund 500 Euro bis mehrere Tausend Euro.

Wichtig ist auch die Gebührenordnung für Tierärzte GOT. Tierärzte in Deutschland sind verpflichtet, sich an die in der GOT genannten Höchst- und Mindestpreise zu halten. Die Höhe der Gebühren für tierärztliche Leistungen bemisst sich nach dem einfachen bis dreifachen Gebührensatz der GOT. Inner-halb dieses Rahmens hat der Arzt die Möglichkeit, die Gebührenhöhe festzulegen. Dabei gilt: Der einfache Satz darf nicht unterschritten und der dreifache Satz darf nicht überschritten werden. Einfluss auf die Wahl der Gebührenhöhe haben beispielsweise der Zeitaufwand und die Schwierigkeit der erbrachten Leistung, das örtliche Preisniveau sowie der Zeitpunkt (z.B. außerhalb der Sprechzeit). Wichtig: Die in der GOT genannten Preise verstehen sich als Netto-Preise, d.h. es kommen immer noch 19 Prozent Mehrwertsteuer hinzu.

Übrigens: Aus der bestehenden GOT ergeben sich natürlich auch Rückschlüsse auf die Limits. Zwar sind Limits sehr wichtig, man sollte sie jedoch nicht überbewerten. Aufgrund der in Deutschland existierenden GOT können die Behandlungskosten eine gewisse Höhe nicht überschreiten.

Wenn es um die Altersbegrenzung, d.h. das maximale Aufnahmealter des Tieres geht, so sind auch hier die Angebote der Versicherer unterschiedlich. Es liegt bei vier Jahre (eine häufige, aber nicht automatische Grenze) bis unbegrenzt.

Ähnlich wie bei anderen Versicherungen kann man auch bei der Tierkrankenversicherung Verträge mit Selbstbehalten abschließen. Je nach Anbieter gibt es keinen, einen festen (z.B. 100 Euro pro Schadenfall) oder einen variablen (z.B. 20 Prozent pro Schadenfall) Selbstbehalt.

Alternativtherapien für Katzen

Auch die Alternativtherapien können zu Buche schlagen, wenn es um Krankheitskosten bei Katzen geht. Normalerweise werden Alternativtherapien wie Akupunktur, Chiropraktik oder Physiotherapie, von Samtpfoten gut angenommen. Einige Tiere reagieren sehr schnell auf die Reize und zeigen in kürzester Zeit eine Verbesserung ihres gesundheitlichen Zustandes. Diese Methoden sollten immer dann zum Einsatz kommen, wenn die herkömmlichen nicht funktionieren oder zu unangenehm sind.

Verreisen: Welche Reisedokumente braucht meine Katze?

Katzen kommen im Gegensatz zu Hunden mit Ortsveränderungen nicht gut zurecht. Doch mitunter führt kein Weg daran vorbei, dass die Katze mit auf Reisen gehen muss. Damit sie problemlos mitgenommen werden kann, muss je nach Zielland einiges beachtet werden bzw. sollte man als neuer Katzenhalter rechtzeitig an diesen Punkt denken.

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Für Reisen innerhalb von Deutschland benötigt die Katze keine gesonderten Dokumente. Sie sollte jedoch mit einem Mikrochip ausgestattet sein und Herrchen bzw. Frauchen sollten den EU-Heimtierausweis mitführen, falls ein Gang zum Tierarzt erforderlich wird.

Unterwegs innerhalb der EU

Eine Reise mit der Katze in Länder der Europäischen Union gestaltet sich nicht aufwendig. Der Stubentiger muss einen Mikrochip besitzen und ein EU-Heimtierausweis ist Pflicht.

In dem EU-Heimtierausweis muss eine gültige Tollwutschutzimpfung vermerkt sein. Diese muss mindestens 21 Tage zurückliegen und darf nicht älter als 1 Jahr sein. Einige Länder der EU haben ferner ergänzende Auflagen. Malta, Irland, Großbritannien, Schweden und Norwegen fordern eine Bandwurmkur, die durch einen Tierarzt vorgenommen werden muss und im Heimtierausweis vermerkt wird.

Einige EU-Länder besitzen ferner ein Einfuhrverbot von bestimmten Katzenrassen. Malta verlangt eine Importerlaubnis im Vorhinein. Erfolgt die Reise mit dem Flugzeug, sollte sich rechtzeitig bei der jeweiligen Fluggesellschaft nach individuellen Auflagen erkundigt werden. Die aktuellen Bestimmungen finden Sie u.a. auf den Informationsseiten des Außenministeriums.

Mit der Katze ins Flugzeug

Eine Flugreise bedeutet für die Katze immer Stress. Aus diesem Grund sollte man, falls möglich, darauf verzichten. Steht aber zum Beispiel ein längerer Auslandsaufenthalt bevor, kann die Katze im Flugzeug mitgenommen werden.

Planung vor der Reise

Direkt mit in die Flugkabine können meistens Katzen, die mit Transportbox höchstens 8 kg wiegen. Darf die Katze mit in die Kabine, darf die Transportbox höchstens 55 x 40 x 20 cm groß sein, damit diese noch unter den Sitz passt. Gleichzeitig muss das Tier in der Box noch stehen können. Da die Anzahl an mitgenommenen Tieren pro Flug begrenzt ist, sollte die Fluggesellschaft rechtzeitig über das Vorhaben informiert werden. Einige Fluggesellschaften lassen des Weiteren einen gleichzeitigen Transport von Hunden und Katzen nicht zu. Ein weiterer Vorteil ist es einen Direktflug zu buchen, um dem Tier den Stress vom Umstieg zu ersparen. Insbesondere beim Transport im Frachtraum ist jeder Umstieg zusätzlich eine Gefahr, dass das Tier später in ein falsches Flugzeug geladen wird. Bitte erfragen Sie die aktuellen Bestimmungen vor dem Buchen bei Ihrer Fluglinie!

Am besten kauft man die Transportbox frühzeitig, damit die Katze genug Zeit hat, sich daran zu gewöhnen. Mindestens fünf Tage vor Abflug sollte man ihr die Transportbox als Schlafgelegenheit anbieten und sie darin füttern. Auf dem Flug selbst sollte ein Futternapf gewählt werden, welcher der Katze von zu Hause vertraut ist, und am besten füllt man es mit dem Lieblingsfutter. Ein Spielzeug und etwas das nach Herrchen oder Frauchen duftet kann das Tier zusätzlich entspannen. Darf die Katze in der Kabine mitfliegen, kann man ihr eine Malzpaste anbieten, durch das Schlucken gleicht sich der Druck auf den Ohren aus.

Sollte auf der Reise doch etwas nicht nach Plan laufen, ist es wichtig, den Namen und die Adressen auf der Box zu vermerken. Eventuell ist es auch sinnvoll Futteranweisungen und den Namen des Tieres auf die Box zu schreiben. Dadurch kann das Flugpersonal die Katze auch mit ihrem Namen ansprechen und ihr damit etwas die Angst nehmen.

Die geeignete Transportbox

Eine gute Flug-Transportbox, beziehungsweise Kennel, ist stabil und ausbruchsicher. Eine Verletzungsgefahr sollte durch die Verarbeitung des Kennels minimiert sein. Die Katze sollte sich in der Transportbox ohne Probleme aufrecht hinstellen, sich hinlegen und sich drehen können. Außerdem muss der Kennel wasserdicht sein und eine Luftzufuhr sollte von zwei Seiten gewährleistet sein. Bei Langstreckenflügen muss die Transportbox außerdem mit Behälter für Futter und Wasser ausgerüstet sein. Eine Polsterung des Kennels ist mit Tüchern, Kissen, Holzwolle oder Sägemehl möglich.

Beruhigungsmittel während der Reise

Falls die Katze allgemein bei Reisen sehr unruhig ist, kann unter Umständen ein Beruhigungsmittel helfen. Da Beruhigungsmittel auf der Flughöhe anders wirken, sollte die Verwendung vorher unbedingt mit einem Tierarzt abgesprochen werden. Auch sollte das Mittel vorab getestet werden, um zu sehen, wie die Katze darauf reagiert.

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Transportkosten

Jede Fluggesellschaft regelt die Kosten für den Transport der Katze unterschiedlich. Bei einigen Fluggesellschaften fallen grundsätzlich Zusatzgebühren an. Bei anderen zählt die Katze, falls sie mit in die Kabine darf, zum Handgepäck und fliegt somit kostenlos. Wieder andere berechnen den Tarif für Übergepäck oder verrechnen das Gewicht des Tieres mit dem normalen Freigewicht.

Achtung: Bitte bedenken Sie auch bei den Reisehinweisen, dass sich diese Regelungen ändern können und halten Sie vor Reiseantritt nach aktuellen Informationen Ausschau bzw. informieren Sie sich bei Ihrem Fluglinie.

„Firmenkatzen“: Wenn Sie eine Katze am Arbeitsplatz halten möchten

Katzenhaltung in der Firma – das hat noch Seltenheitswert. Doch es gibt sie: das zufriedene Zusammenleben von Mensch und Katze im Büro oder in anderen Bereichen des Arbeitslebens. Für dieses Arrangement sprechen einige gute Gründe.

„Man lächelt sich öfter über die Katze hinweg an“, bestätigen Mitarbeiter von Unternehmen, die eine „Betriebskatze“ ihr Eigen nennen. Das hat positive Folgen für das Betriebsklima.

Firmenkatzen sorgen nicht nur für Gesprächsstoff unter den Mitarbeitern. Sie fungieren auch häufig als „Eisbrecher“, wenn Betriebsfremde ins Haus kommen. „Angesichts einer sich wohlig auf dem Kopierer räkelnden Katze kommt man eben einfach leichter ins Gespräch“, so die Erfahrungen.

Katzen, die sich abgesehen von Küche und Produktion im gesamten Haus und auch auf dem Außengelände frei bewegen dürfen, sind vielfach zu einem selbstverständlichen und völlig problemlosen Teil des Büroalltages geworden.

Auch daran, dass am Morgen mitunter der Schreibtischstuhl belegt ist oder eine Mieze sich ausgerechnet den Aktenkoffer als Schlafplatz aussucht, hat man sich in katzenhaltenden Unternehmen schnell gewöhnt.

Nicht nur Vorteile…

Doch nicht für jedes Unternehmen ist die Katzenhaltung geeignet. Manche Unternehmen berichteten in der US-Studie von Problemen mit Mitarbeitern, die allergisch auf die haarigen „Kollegen“ reagierten, von Kratz- und Bisswunden, Schmutz, Unordnung und herumfliegenden Haaren. 

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Dass Bürotiere selbst im Schlaf einiges anstellen können, beweist etwa das Beispiel einer englischen Bürokatze. Rigger – so ein Bericht des „Daily Telegraph“ – hatte sich für den Büroschlaf auf dem warmen Faxgerät des Busunternehmens Boldon Executive Coaches niedergelassen und dabei versehentlich per Pfotendruck eine brisante Nachricht  abgeschickt. Der Empfänger – ein konkurrierendes Busunternehmen – freute sich über die Übermittlung des Anbots, das versehentlich im Gerät liegengelassen wurde. Die Konsequenzen von Riggers „Faxen“: eine knapp verlorene Ausschreibung und ein wirtschaftlicher Schaden von rund 30.000 Euro.


Und was sagt das Arbeitsrecht?

Arbeitsrechtlich ist das Thema „Arbeitsplatz und Haustier“ ganz klar geregelt: Arbeitgeber haben grundsätzlich das Recht, ihren Mitarbeitern das Mitbringen von Tieren an den Arbeitsplatz zu untersagen. Ein Ignorieren dieser Anweisung kann sogar ein Entlassungsgrund sein. Die Situation ist hier ähnlich wie bei anderen „Störungsquellen“ – etwa dem unerlaubten Radiohören am Arbeitsplatz. Anders sieht die Situation dann aus, wenn Haustiere schon längere Zeit im Büro geduldet wurden. In diesem Fall kann ihr weiterer Aufenthalt nur dann untersagt werden, wenn gewichtige Gründe vorliegen. Etwas dann, wenn sich Kunden über das Haustier beschweren oder wenn ein allergiegeplagter Kollege neu ins Team kommt.


Kleiner „Büroknigge“ für  Firmenkatzen

  • Katzen vertragen den täglichen Arbeitsweg-Stress schlecht, können allerdings gut gänzlich im Büro leben.
  • Klären Sie gleich am Anfang die Verantwortung für ein gemeinschaftlich angeschafftes Tier. Werden Fütterung und Pflege der Bürokatze nicht genau geregelt, kann das Betriebsklima leiden.
  • Von Haustieren am Arbeitsplatz verursachte Schäden werden nicht von allen privaten Haftpflichtversicherungen gedeckt. Wer eine Katze im Unternehmen Büro halten möchte, sollte die Frage des Versicherungsschutzes klären.
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Autorin:

Sarah Harsen

© edition CatBook 2020

Haftung

Alle Hinweise und Ratschläge in diesem Buch wurden sorgfältig geprüft. Eine Garantie auf Richtigkeit oder Vollständigkeit kann dennoch nicht übernommen werden. Eine Haftung der Autoren für Personen-, Sach- und Vermögensschäden ist daher ausgeschlossen.

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