Hausmittel gegen Schnupfen

So helfen Wickel, Tees und Inhalationen!

Wickel, Packungen und Tees sind wertvolle Helfer, wenn es um Husten, Schnupfen und Heiserkeit geht. Doch auch Hausmittel müssen richtig angewendet werden, um optimal zu helfen.

Dieser Ratgeber vermittelt Ihnen die wichtigsten Informationen rund um die traditionelle Erkältungs-Hausapotheke. Sie erfahren, wie man etwa einen Wickel richtig macht, um damit festsitzenden Schleim zu lösen, welche Tees bei Schnupfen besonders wohltuend sind und wie man sich selbst ein Hustenmittel zubereiten kann. Außerdem bietet der Ratgeber Informationen über Heilpflanzen, die bei Erkältung und Schnupfen besonders heilkräftig sind.

Schnupfen braucht seine Zeit

Es gibt einen alten Volksspruch über den Schnupfen, der heißt „Drei Tage kommt er; drei Tage rinnt er; drei Tage stockt er.“ Das ist gut gesagt. Der Schnupfen braucht einfach seine Zeit. Unterdrücken Sie ihn nicht sofort mit künstlichen Mitteln! Nasensprays und andere stark wirksame Medikamente können Nebenwirkungen haben.

Es gibt viele natürliche Hausmittel, die den Schnupfen ohne Risiken und doch wirksam lindern. Erkennen Sie aber auch die Grenzen dieser natürlich wirkenden Mittel an. Ein Schnupfen, der nach ungefähr einer Woche nicht vollständig heilt, kann chronisch werden oder auf die empfindlichen Nebenhöhlen übergreifen. Bei starkem Fieber kann der Besuch eines Arztes schon früher ratsam sein. Er ist auf jeden Fall dann angesagt, wenn die Temperatur länger als zwei Tage über 38 Grad Celsius steigt. Schnell ansteigendes Fieber mit Schüttelfrost ist Anzeichen einer Grippe. Die durch Influenza-Viren hervorgerufene echte Grippe ist im Gegensatz zur relativ harmlosen fiebrigen Erkältung (grippaler Infekt) eine ernsthafte Erkrankung!

Bei Kindern ist bei einer Erkältung stets ein Arztbesuch angebracht, da sie empfindlicher reagieren und es schneller Komplikationen geben kann! Besonders rasch sollten Sie reagieren, wenn Ihr Kind auffällig atmet oder über Ohrenschmerzen klagt (Gefahr einer Mittelohrentzündung – auch bei Erwachsenen!).

Gehen Sie auch dann zum Arzt, wenn die Halsschmerzen hartnäckig werden und sich verschlimmern (Gefahr einer Mandelentzündung!). Häufige Halsbeschwerden ohne erkennbare Ursache können auf eine ernsthafte Erkrankung hinweisen. Ein gelbgrüner Auswurf beim Husten kann etwa das Symptom einer eitrigen Bronchitis sein. Auch bei „normalem“ Husten sollte nach fünf bis sieben Tagen der Arzt aufgesucht werden, wenn die Behandlung mit Hausmitteln keine Besserung bringt.

Bitte beachten Sie, dass dieser Ratgeber generell fachlichen Rat – zum Beispiel durch einen Arzt – nicht ersetzen kann!

Hausmittel – eine sanfte Alternative

Wer harmlose Erkältungskrankheiten mit „chemischen Keulen“ behandelt, setzt seinen Körper unnötigen Risiken aus. Es geht auch anders und ohne schädliche Nebenwirkungen – mit klassischen Hausmitteln wie heißem Tee, Einreibungen, Inhalationen oder einem Wickel.

Diese bewährten Hausrezepte aus dem Erfahrungsschatz unserer Großmütter helfen bei einer Erkältung sanft und wirkungsvoll. Heilpflanzen sind wohltuend und verträglich für den menschlichen Organismus. Zwar ist die chemische Industrie längst fähig, einzelne besonders wirksame Bestandteile einer Heilpflanze künstlich herzustellen. Diese Laborprodukte wirken aber oft zu intensiv und rufen mitunter unerwünschte Nebenwirkungen hervor. Natürliche Heilpflanzen in verschiedensten Aufbereitungen – ob als Extrakt, Tee oder Öl – sind wirkungsvoll. Sie enthalten einen wahren Cocktail an heilkräftigen Substanzen, die sich gegenseitig in ihrer Wirkung ergänzen und unterstützen.

Diese ganzheitliche Sicht der Dinge hat sich mittlerweile auch bei Firmen, die Naturheilmittel herstellen, durchgesetzt. Inzwischen kann man in Apotheken Erkältungsmittel kaufen, die auf den alten Traditionen der Hausmittel aufbauen und die daher nicht nur gut wirksam, sondern auch verträglich sind. Auf künstliche Hilfsstoffe oder Konservierungsmittel wird bei diesen sanften Mitteln verzichtet.

Medikamente mit Vorsicht einnehmen!

Immer mehr Menschen setzen daher erst einmal auf Hausmittel, bevor sie zu den chemischen Produkten der pharmazeutischen Industrie greifen. Diese sind zwar hochwirksam, haben dafür aber manchmal Nebenwirkungen. Manche Nasentropfen zum Beispiel wirken gefäßverengend, die Nase schwillt ab, man kann wieder leichter atmen. Viele dieser Tropfen schädigen allerdings bei längerem Gebrauch die Nasenschleimhäute. Da sie die Durchblutung drosseln, kann es auf lange Sicht zu „Ernährungsstörungen“ und sogar zu einem völligen Verlust der normalen Schleimhautfunktion kommen. Diese Erkrankung kann sogar eine klinische Behandlung notwendig machen.

Auch bei „Schnupfenpillen“ und anderen chemisch hergestellten Mitteln kann es vor allem bei Kindern jede Menge unerwünschter Nebenwirkungen geben: Gereiztheit, Schlaflosigkeit, Blutdruckanstieg oder Müdigkeit sind nur einige davon. Bitte nehmen Sie Schnupfen-Medikamente daher nicht wahllos ein, sondern halten Sie sich an die Anweisungen Ihres Arztes.

Warum auch Hausmittel Beratung brauchen

Auch traditionelle Heilmittel aus der Naturmedizin sollten immer mit Bedacht eingenommen werden. Lassen Sie sich im Zweifelsfall beraten, welches Hausmittel für Sie oder Ihr Kind am besten geeignet ist. Ihr Arzt oder Apotheker empfiehlt Ihnen das passende Heilmittel und erklärt Ihnen die richtige Anwendung. Bei erkälteten Säuglingen und Kleinkindern ist das besonders wichtig. Kleine Kinder vertragen manche an sich harmlose Schnupfenmittel nur schlecht: Einreibungen mit Eukalyptus, Menthol oder Kampfer zum Beispiel sind für diese Altersgruppe zu scharf.

Ziehen Sie sanfte Arzneien aus der Apotheke Produkten aus dem Supermarkt vor! Sie erfüllen in Reinheit und Qualität die strengen Anforderungen des Arzneimittelgesetzes. Vor der Herstellung der Arzneien werden die Pflanzen auf ihre Wirkstoffe untersucht. Das ist wichtig, da nicht jede Pflanze einer Gattung gleich wirksam ist. Es kommt auf den Boden und die Bedingungen an, unter denen sie gewachsen ist. Eine Pflanze derselben Art kann viele oder auch nur wenige heilkräftige Substanzen enthalten. In Apotheken gibt es nur hochwirksame Pflanzenprodukte, die ohne den Einsatz von Herbiziden und Pestiziden angebaut werden.

Der Kauf in der Apotheke schützt vor minderwertigen Produkten, etwa vor künstlich hergestellten und wenig wirksamen Ölen (z.B. Melissenöl). Apotheken verkaufen nur solche Hausmittel, die die Wirkstoffe der Pflanzen in möglichst hohen Konzentrationen enthalten. Nur so können die Heilpflanzen auch wirklich ihre wohltuende Wirkung entfalten. Produkte mit geringen Dosierungen sind zwar billiger, haben aber kaum heilende Wirkung, auch wenn der typische Geschmack einer Heilpflanze noch da ist.

Übrigens: Achten Sie bei Heilpflanzen auf die richtige Dosierung und gehen Sie bei einer Erkältung keinesfalls nach dem Motto „je mehr, desto besser“ vor! Auch bei pflanzlichen Wirkstoffen ist Vorsicht angebracht. Eine kindersichere Aufbewahrung ist auch bei Hausmitteln wichtig.

Rasche Hilfe durch Inhalationen

Kopfdampfbäder lindern schnell Schnupfen, Heiserkeit und Husten. Auch bei Neben- und Stirnhöhlenkatarrhen sind sie das Mittel der Wahl. Das Einatmen des Wasserdampfs befeuchtet die gereizten Schleimhäute im Rachen und in der Nase und erwärmt diese. Da viele Schnupfenviren von Hitze zerstört werden, ist heißer Dampf eine ausgezeichnete Hilfe. Die heilsame Wirkung des Wasserdampfs wird von Kräuterölen unterstützt. Sie sorgen dafür, dass die Schleimhäute abschwellen und man wieder frei durch die Nase atmen kann. Das Inhalieren erleichtert zudem das Abhusten.

Bewährte Helfer sind etwa hustenlösende Kräuteröle wie Kiefernadel- und Eukalyptusöl. Auch ein Aufguss aus Anis, Thymian, Spitzwegerich, Malve und anderen Teekräutern hat sich bewährt. Auf Pfefferminzöl und Menthol sollten Sie jedoch lieber verzichten, da diese den Schleimhäuten zu stark zusetzen.

Ein ausgezeichnetes Hausmittel bei trockenem Husten mit festsitzendem Schleim ist ein Dampfbad mit Kamillenblüten oder einem Esslöffel Kochsalz aufgelöst in einem Liter heißem Wasser.

Richtig inhalieren:

Bringen Sie ein bis zwei Liter Wasser in einem größeren Topf zum Kochen. Öle und Kräuter kommen erst dann hinzu, wenn das Wasser am Siedepunkt ist. Das kochende Wasser setzt nun die pflanzlichen Wirkstoffe frei und Sie können diese durch Mund und Nase aufnehmen:

Nehmen Sie den Topf von der Kochstelle und beugen Sie sich über das mit einem Deckel verschlossene Gefäß. Ein großes Handtuch über Oberkörper, Kopf und Topf gebreitet, wirkt wie eine Art abgeschlossenes Zelt. Nun können Sie den Deckel allmählich vom Topf schieben und sich so gemächlich an die aufsteigende Hitze gewöhnen. Bitte beachten Sie, dass der Dampf nicht zu heiß sein darf, damit es zu keiner Verbrühungsgefahr kommt. Atmen Sie jetzt tief und ruhig abwechselnd durch Nase und Mund ein, und zwar für mindestens zehn Minuten! Dann geht die die Temperatur des Dampfes zurück und die Heilkräuter-Wirkung lässt langsam nach. Waschen Sie nach dem Beendigen des Dampfbads Ihren Oberkörper und Ihren Kopf mit kaltem Wasser und gehen Sie warm eingepackt an die kalte, frische Luft!

Noch ein Hinweis: Bitte agieren Sie vorsichtig mit dem Kochtopf und vermeiden Sie unbedingt ein Überschwappen des kochenden Wassers! Im Handel gibt es Inhalationsgefäße, die eine sichere Alternative sind.

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Kinder sollten wegen der Verbrühungsgefahr überhaupt nicht direkt über heißen Dämpfen inhalieren. Ein Luftbefeuchter oder eine Schüssel mit heißer Inhalationsflüssigkeit neben dem Bett feuchten die Schleimhäute an. Lassen Sie das Kind dabei aber nicht unbeobachtet!

Auch eine Duftlampe mit Kräuteröl sorgt für eine freie Nase und vermittelt das Gefühl, wieder durchatmen zu können. Hochwertige Öle hinterlassen keine Flecken und können auch „kalt“ inhaliert werden: Geben Sie ein paar Tropfen auf Wäsche, Polster, Kleidung oder Taschentuch und genießen Sie die wohltuenden Dämpfe!

Selbstgemachte Hustenmittel

Rettichsaft

Rettichsaft ist ein ausgezeichnetes Hausmittel gegen hartnäckigen Husten. Höhlen Sie einfach einen schwarzen Rettich aus, füllen Sie ihn mit im Wasserbad erwärmten Honig (Lindenblütenhonig) und lassen Sie das Ganze einen Tag ziehen (am besten in einem schmalen Gefäß aus Glas). Alternativ können Sie auch den Kopfteil eines schwarzen Rettichs wegschneiden, diesen der Länge nach halbieren und die Schnittflächen ein wenig aushöhlen. Bedecken Sie die Schnittflächen dick mit braunem Kandiszucker und warten Sie, bis sich der Zucker aufgelöst hat.

Nehmen Sie bis zu dreimal täglich einen Esslöffel des ausgetretenen Rettichsafts ein.

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Omas Zwiebelsirup

Die ätherischen Öle der Zwiebel lösen gut festsitzenden Husten. Das Vitamin C, das Zwiebeln reichlich enthalten, stärkt zudem das Immunsystem. Würfeln Sie eine mittelgroße Zwiebel fein, bestreuen Sie sie gut mit Zucker und lassen Sie sie anschließend zugedeckt stehen. Nehmen Sie den Saft, der sich nach einer Stunde gebildet hat, teelöffelweise ein.

Zwiebelmilch

Pressen Sie eine Zwiebel aus und träufeln Sie dem Saft in ein Glas heiße Milch. Geben Sie einen Esslöffel Honig dazu. Gut verrühren und schluckweise trinken.

Spitzwegerich mit Honig

Kochen Sie Spitzwegerichblätter mit einem Liter Wasser auf und lassen Sie den Sud gut ziehen. Seihen Sie anschließend die Blätter ab und kochen Sie den Sud mit 500 Gramm Kandiszucker so lange, bis die Konsistenz ähnlich dickflüssig ist wie zum Beispiel Honig. Nehmen Sie davon mehrmals am Tag einen Teelöffel ein.

Hagebuttenblätter mit Honig

Kochen Sie 100 Gramm Hagebuttenblüten und -blätter mit 100 Gramm Honig und einem Liter Wasser etwa 15 Minuten lang. Schöpfen Sie dabei den entstehenden Schaum laufend ab. Filtern Sie anschließend den Sud und füllen Sie ihn in ein Gefäß. Die Mischung ist nicht lange haltbar. Sie sollte daher im Kühlschrank aufbewahrt und rasch verbraucht werden.

Fenchelhonig

Honig wirkt lindernd bei Entzündungen. Nehmen Sie mehrmals täglich einen Esslöffel Honig ein oder süßen Sie damit Ihren Tee. Wenn Sie zu Allergien neigen, können Sie einen von Blütenpollen gereinigten Arzneihonig aus der Apotheke verwenden. Besonders wirksam ist eine Mischung aus Honig und hustenlösendem Fenchelextrakt. Dieses bewährte Hausmittel gibt es auch als fertige Mischung in der Apotheke. Fenchelhonig eignet sich wegen seines guten Geschmacks besonders für die Behandlung von Kindern. Heiße Milch mit Fenchelhonig wirkt beruhigend und entkrampfend.

Sie können Fenchelhonig auch selbst herstellen: 10 Gramm Fenchelsamen zerstoßen, mit 100 Gramm Honig mischen und zehn Tage lang ziehen lassen. Essen Sie täglich einen Teelöffel davon oder mischen Sie den Fenchelhonig in heiße Milch.

Salbei-Holundersaft

Kochen Sie eine Handvoll Salbeiblätter in einem Liter Holundersaft auf, anschließend ziehen lassen, abseihen und mehrmals täglich ein Glas davon einnehmen.

Holundersirup

Holunder wirkt ausgezeichnet gegen hartnäckige Verschleimungen. Kochen Sie reife Holunderbeeren solange in einem Liter Wasser, bis die Beeren aufbrechen. Gießen Sie das Wasser ab, mischen Sie etwa 250 Gramm Zucker hinzu und lassen Sie die Mischung eine halbe Stunde unter ständigem Rühren weiterkochen. Trinken Sie davon zwei- bis dreimal täglich ein Gläschen.

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Achtung: Verzehren Sie keine rohen Holunderbeeren, da diese giftig sind. Erst wenn man die Beeren kocht, wird das Gift zerstört.

Honig mit Knoblauch

Mischen Sie Honig, Knoblauch und Karottenscheiben, erwärmen Sie das Ganze leicht und lassen Sie es mindestens zehn Stunden stehen. Das Hausmittel lindert den quälenden Hustenreiz und kann die Abwehrkräfte stärken.

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Kräutermischung mit Zwiebel

Vermischen Sie einen Teelöffel Thymian mit einem Teelöffel getrockneten Salbei und 100 Gramm gehackter Zwiebel sowie 100 Gramm Kandiszucker. Lassen Sie das Ganze köcheln, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Füllen Sie die Mischung noch warm in ein Glasgefäß und lassen Sie sie abkühlen. Nehmen Sie täglich einen Teelöffel von dieser Hustenmischung ein. Achtung: Die Mischung ist nur einige Tage haltbar und sollte im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Zitronen-Hustensaft

Schälen Sie ein paar Zitronen, schneiden Sie sie in Scheiben und vermischen Sie sie in einer Schüssel mit reichlich Zucker. Lassen Sie das Ganze 24 Stunden ziehen und seihen Sie anschließend den Saft ab. Nehmen Sie dreimal täglich einen Esslöffel ein.

Kräutermischung mit Honig

Bei Husten und Bronchitis sind Thymian, Pfefferminz und Spitzwegerich besonders wirksam. Geben Sie je eine Handvoll in ein Liter Wasser, lassen Sie das Ganze gut aufkochen und lassen Sie die Mischung anschließend durch ein engmaschiges Sieb laufen. Trinken Sie die abgekühlte Hustenmischung mit etwas Honig.

Honig-Essig-Mischung

Vermischen Sie Apfelessig und Honig zu gleichen Teilen und nehmen Sie alle paar Stunden einen Teelöffel von dieser Mischung. Die Essig-Honig-Mischung wirkt entzündungshemmend und löst festsitzenden Schleim.

So helfen Tees

Bei einer Erkältung kommt es oft zu einer Entzündung der Schleimhäute des Rachens und der Bronchien, was sich als Hustenreiz bemerkbar macht. Das ist zwar lästig, sorgt aber auch dafür, dass Verschleimungen abgehustet werden. Frisch aus Heilkräutern zubereitete Tees wirken wohltuend bei Erkältungskrankheiten, ohne diesen nützlichen Reiz völlig zu stoppen. Sie feuchten die Schleimhäute an, lindern den Hustenreiz und sorgen für ein angenehmes, entspannendes Wärmegefühl.

Bewährte Heilkräuter bei Husten sind Thymian-, Spitzwegerich- und Malvenblätter sowie Eibischwurzeln und Anisfrüchte. Anis und Thymian erleichtern das Abhusten. Sie sind reich an ätherischen Ölen, die beruhigend und desinfizierend auf die Atemwege wirken. Eibisch, Spitzwegerich und Malve enthalten Schleimstoffe, die den Hustenreiz lindern. In der Apotheke gibt es tassenfertige Mischungen dieser Heilkräuter. Trinken Sie mehrmals täglich eine frische Tasse dieses Tees!

Erkältungstees aus der Apotheke sollten zu Hause gut verschlossen aufbewahrt werden. Bereiten Sie sich bei einer Verkühlung mehrmals täglich eine Tasse zu: Übergießen Sie 1 bis 3 Gramm Pflanzenteile mit kochendem Wasser. Lassen Sie den Aufguss zehn Minuten ziehen und trinken Sie ihn anschließend sofort. Durch das Aufgießen mit heißem Wasser entfalten sich die in den Heilkräutern enthaltenen Wirkstoffe. Bei frischem Tee ist diese Heilwirkung am größten. Bereiten Sie Ihren Tee daher immer frisch zu!

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Bei Halsentzündungen können Sie Tee auch für Spülungen und zum Gurgeln verwenden: Spülen Sie den Mund mehrmals täglich mit dem noch warmen Teeaufguss aus. Gurgeln Sie, damit die heilkräftigen Substanzen auch in den Rachen gelangen.

Manche Heiltees sollten nicht in zu großen Mengen eingenommen werden, da sie den Magen belasten können. Unschädlich ist in der Regel eine Dosis von zwei bis drei Tassen, die über den Tag verteilt getrunken werden.

Die besten Erkältungstees

Salbeitee gegen Husten

Salbei ist ein bewährtes Hausmittel bei Halsentzündungen. Er wirkt entzündungshemmend und drosselt das Wachstum der Erkältungsviren. Trinken Sie mehrmals täglich eine Tasse Salbeitee oder gurgeln Sie mit Salbei. Wenn Sie mit dem Tee gurgeln, sollten Sie ihn immer ausspucken!

Thymian & Spitzwegerich bei Verschleimung

Schleimiger Husten ist bei einer Erkältung besonders belastend. Mit dieser Kräutermischung kann das Sekret besser abfließen. Vor allem Thymian wirkt auswurffördernd und entspannend bei Verkrampfungen der Bronchien. Die Wirkstoffe des Krauts regen die winzigen Flimmerhärchen in der Bronchialschleimhaut an und das befördert das zähe Sekret aus den Atemwegen.

Überbrühen Sie je einen Teelöffel getrockneten Thymian und Spitzwegerich mit kochendem Wasser, lassen Sie die Mischung kurz ziehen und trinken Sie sie möglichst warm.

Holunderblüten zum Ausschwitzen

Als Hausmittel gegen die einsetzende Erkältung hilft ein Holunderblütentee. Heiß getrunken, am besten mit Honig gesüßt, bringt er den Körper dazu, kräftig zu schwitzen und sich so gegen die drohende Erkrankung zu wehren. Einfach fünf Teelöffel Holunderblüten mit einem halben Liter siedenden Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen. Geben Sie erst dann den Saft einer halben Zitrone und zwei Teelöffel Honig dazu und trinken Sie Ganze möglichst schnell! Sie können die schweißtreibende Wirkung unterstützen, indem Sie anschließend ein Vollbad nehmen und dann im vorgewärmten Bett (Wärmflasche!) ausruhen. Fußbäder mit Salz wärmen den Körper ebenfalls gut durch und helfen so, eine Erkältung abzufangen.

Der Tee bringt Ihren Organismus in Schwung und sorgt dafür, dass Sie über Nacht die Erkältung ausschwitzen. Außer Holunderblütentee eignen sich als Helfer auch Lindenblüten- und Wachholderbeeren-Tee.

Seifenkraut-Tee gegen Verschleimung

Seifenkraut-Tee bereiten Sie zu, indem Sie zwei Teelöffel Seifenkrautwurzel mit einem halben Liter kaltem Wasser ansetzen und über Nacht kalt ziehen lassen. Trinkens Sie am Morgen eine erwärmte Tasse davon, eine weitere am Abend vor dem Schlafengehen.

Einreibungen & Wickel

Einreibungen auf Brust und Rücken sind ein altbewährtes Hausmittel bei Erkältungskrankheiten. Sie fördern die Durchblutung und sorgen dafür, dass die aufgetragenen Wirkstoffe gut in die Haut eindringen können. Leicht verdunstende Öle wirken zusätzlich über die Hautwärme auf die Mund- und Nasenschleimhäute und entfalten dort ihre wohltuende Wirkung.

Früher wurden solche Einreibungen nur zu Hause hergestellt. Heute kann man auch fertige Produkte aus der Apotheke einsetzen. Achtung! Verwenden Sie kein Menthol oder Kampfer zum Einreiben! Diese Stoffe sind für die empfindlichen Schleimhäute von Kindern zu aggressiv und werden manchmal auch Erwachsenen schlecht vertragen.

Kalte Wickel bei Fieber und Schmerzen

Nasskalte Wickel sind ein bewährtes Hausmittel bei Erkältungskrankheiten. Durch den kalten Wickel gibt der Körper stark Wärme ab, was fiebersenkend wirkt. Der Wärmeentzug hemmt Entzündungen, verringert Schwellungen und vermindert Schmerzen. Durch den sich entwickelnden Schweiß werden Giftstoffe aus dem Körper geschafft. Das hilft dem Organismus bei der Überwindung der Infektion. Feuchte Wickel haben bei fieberhaften Erkrankungen, speziell bei Kindern, großen Erfolg.

Der kalte Halswickel

Der kalte Halswickel wird bei Halsschmerzen als sehr angenehm empfunden. Sie nehmen Baumwoll- oder Leinenstreifen (Achtung: Keine Kunstfasern!), tauchen diese in kaltes Wasser; anschließend leicht auswringen (der Wickel soll feucht, aber nicht nass sein) und um den Hals wickeln. Darüber wird ein Wollschal gegeben. Die Wolle zieht die Feuchtigkeit nicht an und sorgt für die erforderliche Verdunstung. Nehmen Sie den Wickel dann ab, wenn Sie ihn nicht mehr als kalt empfinden. Er sollte spätestens nach einer Stunde wieder entfernt werden.

Der kalte Wadenwickel

Der kalte Wadenwickel hat zur Folge, dass der heiße Kopf sehr schnell als kühler empfunden wird und der Patient leichter einschläft. Auch um die Waden feuchtkalte Baumwoll- oder Leinentücher wickeln (siehe Halswickel). Um diesen Umschlag gehört Wolle, da Wolle die Feuchtigkeit nicht anzieht und die Verdunstung fördert. Ideal sind wollene Kniestrümpfe (bei Wiederverwendung der Strümpfe nur für Wickel ist es zweckmäßig den Fußteil abzuschneiden). So bleibt das Bett trocken – das hilft nicht nur den Kindern, sondern auch den Erwachsenen.

Sockenwickel zur Fiebersenkung

Bei Fieber hilft ein kalter Sockenwickel. Ziehen Sie feuchte Baumwollsocken an und darüber ein trockenes Paar. Decken Sie sich warm zu und lassen Sie den „Sockenwickel“ zehn bis zwanzig Minuten wirken (also kürzer als bei den üblichen Wickelverfahren). Die nassen Socken entziehen dem Körper Wärme und senken so das Fieber um 0,5 bis 1 Grad.

Warme Brustwickel gegen Husten

Ein Brustwickel kann das Abhusten erleichtern und die entzündeten Schleimhäute beruhigen: Mischen Sie 10 bis 15 Tropfen Kräuteröl (z. B. Thymianöl) mit einem Esslöffel eines hochwertigen Speiseöls (z. B. Olivenöl). Reiben Sie die Brust mit dem angereicherten Öl ein. Legen Sie ein Schutztuch, eine Wolldecke und eine Wärmflasche darauf. Lassen Sie die Kompresse ein bis zwei Stunden wirken.

Achtung: Die Anwendung eines Wickels sollte nur dann ins Auge gefasst werden, wenn der Patient bereit ist, Bettruhe einzuhalten. Der Patient darf während eines Wickels keinesfalls ein andauerndes Gefühl der Kälte empfinden. Im Gegenteil, es muss ihm oder ihr wohlig warm im Bett sein.

Topfenwickel gegen Entzündungen

Topfen auf ein Baumwolltuch streichen und den Topfenwickel um den Hals legen. Einen Schal darüber wickeln, damit der Topfenwickel schön warm wird.

Majoran-Einreibung gegen verstopfte Nasen

Die ätherischen Öle des Majorans sind eine Wohltat für Schnupfennasen. Hier ein Rezept für die Herstellung einer Majoransalbe: Erhitzen Sie 20 Gramm Majoran (alternativ kann auch die gleiche Menge Thymian verwendet werden) mit 100 Gramm Butter oder Vaseline im Wasserbad und lassen Sie Mischung anschließend erkalten. Tragen Sie die Salbe vor dem Schlafengehen auf die Brust auf und decken Sie sie mit einem Tuch ab, um Flecken zu verhindern.

Muskat-Einreibung gegen Husten

Vermischen Sie einen Teelöffel Muskat mit drei Teelöffel Vaseline und reiben Sie damit bis zu dreimal täglich den Brustkorb ein.

Thymian-Brustwickel gegen Husten

Ein Thymian-Brustwickel wirkt schleimlösend und hilft bei hartnäckigem Husten. Übergießen Sie einen Esslöffel Thymian mit kochendem Wasser und lassen Sie die Mischung zehn Minuten ziehen. Anschließend den Sud abseihen und ein dünnes Tuch aus Baumwolle damit tränken. Das Tuch gut auswringen, auf der Brust auflegen, mit einem trockenen Tuch bedecken und etwa eine halbe Stunde wirken lassen.

Zitronenwickel gegen Halsentzündungen

Zitronenwickel helfen bei Halsentzündungen. So machen Sie sich die entzündungshemmende und abschwellende Wirkung der Zitrone zunutze: Zerschneiden Sie eine große Zitrone in ca. 1 cm dicke Scheiben. Bedecken Sie damit ein feines Tuch zur Hälfte und schlagen Sie das Tuch ein. Rollen Sie mit einem Nudelholz darüber, bis die Zitronen weich und der Saft leicht ausgedrückt wird. Legen Sie die Packung auf den Hals, geben Sie noch ein zweites Tuch darüber und lassen Sie das Ganze mindestens 20 Minuten einwirken.

Eine alternative Möglichkeit: Vermischen Sie heißes Wasser mit dem Saft einer Zitrone, lassen Sie die Mischung abkühlen und tränken Sie mit dem Sud ein Baumwolltuch. Anschließend gut auswringen und auf den vorderen Halsbereich legen. Zum Abschluss kommt noch ein trockenes Tuch möglichst faltenfrei um den ganzen Hals. Lassen Sie den Wickel rund eine halbe Stunde einwirken.

Koblauchkette gegen Verschleimungen

Zwiebeln und Knoblauch lösen festsitzenden Schleim in den Nebenhöhlen. Fädeln Sie abwechselnd Zwiebelstücke und Knoblauch auf eine Schnur und tragen Sie die Kette über Nacht am Hals.

Zwiebelwickel gegen Verschleimungen

Rösten Sie Zwiebelscheiben mit Öl in der Pfanne an. Lassen Sie das Ganze etwa abkühlen und wickeln Sie die Scheiben anschließend in ein dünnes Baumwolltuch. Legen Sie den Zwiebelwickel auf die Brust und lassen Sie ihn etwa eine halbe Stunde wirken.

Hausmittel bei verstopfter Nase

Um die Nasenatmung zu verbessern, greifen bei einer Erkältung viele Menschen zu schleimhautabschwellenden Sprays mit gefäßverengenden Wirkstoffen. Das macht zwar die Nase frei, dennoch sind diese Sprays laut Stiftung Warentest nur „mit Einschränkung geeignet. Sie dürfen nur einen beschränkten Zeitraum angewendet werden, da sich sonst eine Abhängigkeit entwickeln kann. Hat sich die Nase erst einmal an diese Arzneistoffe mit adrenalinähnlicher Wirkung gewöhnt, will sie ständig mehr davon. Um die Nase freizubekommen, muss immer wieder und in immer kürzeren Abständen gesprüht werden. Für die empfindlichen Nasenschleimhäute ist das alles andere als gesund. Sie geraten aus dem Lot und werden mit der Zeit rissig und trocken.

Sanft wirkende Hausmittel lassen die Nasenschleimhaut auf natürliche Weise abschwellen. Damit können sie auch längerfristig angewendet werden, ohne dass die Nase Schaden nimmt.

Kochsalz-Nasenspülung

Bei verschnupften Nasen helfen am besten Spülungen mit Kochsalz. Eine für den menschlichen Organismus bekömmliche Kochsalzlösung, die es in Apotheken zu kaufen gibt, enthält in etwa jene Menge Natriumchlorid, die dem natürlichen Salzgehalt unseres Körpers entspricht. Mittels Salzspülung werden Bakterien, Viren und andere Krankheitserreger von den Schleimhäuten gespült, die Nase wird befreit und das Sekret kann abfließen. Auch zur Vorbeugung gegen Schnupfen und Nebenhöhlenentzündungen eignet sich die tägliche Spülung der Nase mit einer verträglichen Kochsalzlösung.

Honig für verschnupfte Nasen

Honig wirkt desinfizierend und ist eine Wohltat für die gereizte Haut. Er eignet sich daher auch hervorragend für die Pflege der Schnupfennase. Geben Sie einfach ein wenig Honig auf den Finger und tragen Sie ihn sanft in der Nase auf!

Nase frei mittels Fußbad

Ein ansteigendes Fußbad hilft bei verstopfter Nase. Dazu die Temperatur des Fußbads nach und nach von etwa 34 Grad innerhalb von 20 Minuten auf 41 Grad erhöhen. Trocknen Sie die Füße anschließend gut ab, ziehen Sie warme Socken an und ruhen Sie sich etwas aus.

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Eine über das Gefäß gespannte Plastiktüte verhindert, dass sich das Plastik durch Kräuteröle etc. verfärbt und erleichtert zudem die Reinigung.

Majoranbutter gegen Schnupfennasen

Ein gutes Hausmittel bei Schnupfen ist die Majoranbutter. Wie sie hergestellt wird, wird im Abschnitt über Wickel erklärt. Pflegen Sie die Nase mehrere Male am Tag mit einer streichholzkopfgroßen Menge der Butter.

Scharfes Süppchen gegen Schnupfen

Die Hühnersuppe gilt als klassische Krankenkost – noch wirksamer wird sie bei einer Erkältung, wenn sie mit scharfen Gewürzen wie etwa Chili und Ingwer verfeinert wird. Ein scharfes Süppchen regt die Durchblutung der Nasenschleimhaut an. Das zähe Sekret kann so besser abfließen. Auch der Kreislauf wird angeregt – man beginnt zu schwitzen, was wiederum Erkältungsviren killt. Aber Vorsicht: Nicht jeder verträgt scharfes Essen! Für kleine Kinder sind Chili und Ähnliches immer tabu!

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Bäder

Viele Menschen empfinden ein warmes Bad bei einer Erkältung als besonders angenehm. Auch zur Vorbeugung ist ein Bad bestens geeignet. Wie Sie bereits gehört haben, sind Schnupfenviren hitzeempfindlich und können durch die Wärme des Wasserdampfes abgetötet werden.

Diese positive Wirkung kann man durch Badeöle noch unterstützen. Im warmen Wasser quillt die Haut schnell auf. So kann der Körper über die Poren im Wasser gelöste Stoffe gut aufnehmen. Da diese Öle an der Oberfläche des warmen Badewassers leicht verdunsten, entfalten sie auch in den Atemwegen ihre entzündungshemmende und abschwellende Wirkung. Besonders wirksam bei Erkältungen sind die ätherischen Öle der Kiefer. Sie lindern Schnupfensymptome und regen die Hautdurchblutung an. Damit eignen sich diese Öle auch besonders zur Vorbeugung einer Erkältung.

Achtung! Heiße Vollbäder belasten den Körper. Wer unter Kreislaufbeschwerden oder hohem Blutdruck leidet, sollte besonders vorsichtig sein! Ätherische Badeöle sind für Babys und Kleinkinder nicht geeignet. Auch wer unter Atemwegsproblemen wie etwa Asthma leidet, sollte mit ätherischen Ölen generell sehr vorsichtig sein (fragen Sie Ihren Arzt!).

Die wichtigsten Heilpflanzen

Heilpflanzen sind bei richtiger Anwendung wohltuend und verträglich für den menschlichen Organismus. Natürliche Kräuter in verschiedensten Aufbereitungen – ob als Extrakt, Tee oder Öl – sind wirkungsvolle Helfer. Sie enthalten einen wahren Cocktail an heilkräftigen Substanzen, die sich gegenseitig in ihrer Wirkung ergänzen und unterstützen.

Anis

Die bis zu einem halben Meter hohe Anispflanze stammt ursprünglich aus Asien und ist heute im Mittelmeerraum heimisch. Die nur wenige Millimeter großen Anisfrüchte mit ihrem charakteristischen Duft werden im Juli und August geerntet.

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Das im Anis enthaltene ätherische Öl Athenol lindert Hustenreiz und wirkt schleimlösend. Die kleinen Anisfrüchte werden auch zu Tee weiterverarbeitet, der sich vor allem bei Blähungen bewährt. Zum Gurgeln bei Erkältungskrankheiten gibt es Anistinkturen, das sind konzentrierte Pflanzenextrakte, die mit Hilfe von Alkohol gewonnen werden. Gegen Bauchschmerzen hilft ausgezeichnet eine warme Anis-Kümmel-Milch.

Eibischwurzel

Eibisch ist in Europa und Westasien zu Hause. Die Wurzeln dieser bis zu 1,5 Meter hohen Pflanze sind besonders heilkräftig. Sie werden im Herbst und Winter ausgegraben und an der Luft getrocknet.

Eibischwurzeln enthalten einen heilkräftigen Pflanzenschleim, dessen Zusammensetzung noch nicht genau bekannt ist. Dieser Schleim wirkt reizlindernd bei Schleimhautentzündungen in Mund und Rachen. Eibischwurzel  kann als Tee zubereitet werden. Das Extrakt wird bei Erkältungen zum Gurgeln und für Kompressen verwendet.

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Hibiskus – auf Deutsch Eibisch – ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Malvengewächse.

Eukalyptus

Eukalyptus ist ein immergrüner Baum, der vor allem im Mittelmeergebiet beheimatet ist. Das ursprünglich aus Australien stammende Gewächs wird in Europa bis zu 25 Meter hoch.

Eukalyptus desinfiziert und hemmt Entzündungen und wird daher schon seit langer Zeit zur Behandlung von Halsschmerzen, Husten und Heiserkeit verwendet. Besonders wirksam ist das Eukalyptusöl. Es löst festsitzenden Schleim und gehört zu den Pflanzenölen mit der stärksten keimtötenden Wirkung. Eukalyptusöl wird für Einreibungen (einige Tropfen gemischt mit einem Löffel Olivenöl) oder Kompressen verwendet. Bei Säuglingen und Kleinkindern sollte Eukalyptus nicht im Bereich von Gesicht und Nase angewendet werden!

Die Eukalyptusblätter können auch als Tee zubereitet werden. Beim langsamen Trinken wirken die Inhaltsstoffe wohltuend auf den entzündeten Rachen.

Kopfdampfbäder mit Eukalyptus bringen schnell Linderung bei Heiserkeit und Schnupfen, bei Stirn- und Nebenhöhlenkatarrhen und bei Husten. Durch den eingeatmeten Wasserdampf werden die gereizten Schleimhäute in der Nase und im Rachen gut angefeuchtet und erwärmt. Viele Schnupfenviren sind hitzeempfindlich und werden vom heißen Dampf schachmatt gesetzt. Das Eukalyptusöl unterstützt die heilsame Wirkung des Wasserdampfes. Die Schleimhäute schwellen ab, die Nase wird frei und man kann wieder besser durchatmen. Auch das Abhusten wird durch das Inhalieren erleichtert.

Besonders bewährt hat sich dazu eine Mischung aus Eukalyptus- und Kiefernadelöl. Menthol und Pfefferminzöl sind ungeeignet, da sie die Schleimhäute zu stark reizen. Auch eine Duftlampe mit Kräuteröl sorgt für eine freie Nase und vermittelt das Gefühl, wieder durchatmen zu können. Hochwertiges Eukalyptusöl hinterlässt keine Flecken und kann auch „kalt“ inhaliert werden: Einfach ein paar Tropfen auf Wäsche, Polster, Kleidung oder Taschentuch geben und die wohltuenden Dämpfe genießen!

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Der pflanzliche Wirkstoff aus den Blättern des Eukalyptusbaumes befreit Bronchien und Nase schnell und stark von Verschleimung und wirkt gegen eine behinderte Nasenatmung. Davon profitieren gerade Schnupfengeplagte, die mit festsitzendem Schleim in den Bronchien zu kämpfen haben oder die unter Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung) leiden.Die wohlriechenden Blätter des Eukalyptusbaums werden in der kühleren Jahreszeit gesammelt und anschließend getrocknet.

Fenchel

Fenchel ist eine stark aromatisch riechende Pflanze, die bis zu zwei Meter hoch wird. Sie kommt im gesamten Mittelmeergebiet wild vor. Als Gartenpflanze wird der Fenchel jedoch in ganz Europa angebaut. Für Heilzwecke werden vor allem die Samen der reifen Früchte verwendet.

Das ätherische Öl des Fenchels wirkt wohltuend bei Husten, da es den zähflüssigen Schleim in den Atemwegen löst. Reines Fenchelöl sollte allerdings nicht für Säuglinge und Kleinkinder verwendet werden! Fencheltee hingegen ist für diese Altersgruppe unbedenklich. Hustenbonbons mit hochwertigem Fenchelextrakt wirken ebenfalls schleimlösend.

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Die Blüten des Fenchels wachsen im Sommer in Dolden. Anschließend bilden sich daraus ovale braune Samen.

Fichtennadeln

Die Wirkstoffe der Fichtennadeln helfen gegen Erkältungen und verbessern hier die Nasenatmung. Ihre schleimlösenden und antibakteriellen Eigenschaften lindern Husten und Bronchitis. Auch die Durchblutung der Haut profitiert von den heilkräftigen Fichtennadeln.

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Die bis zu 50 Meter hohe Fichte ist ein weitverbreiteter heimischer Nadelbaum. Die zarten jungen Triebe, die im Mai und Juni entstehen, erkennt man an ihrer helleren Farbe. Sie enthalten ätherische Öle, Vitamin C sowie Harze und gelten als altbewährtes und wirksames Heilmittel.

Gewürznelken

Die Gewürznelke stammt ursprünglich von den Molukken (Gewürzinseln), einer indonesischen Inselgruppe. Die deutsche Bezeichnung „Nelke“ ist eigentlich irreführend, denn sie zählt nicht zu den Nelken-, sondern zu den Myrtengewächsen. Geerntet werden die Blütenknospen des rund zehn Meter hohen Baums, der heute weltweit angebaut wird.

Nelken sind ein ausgezeichnetes Schmerzmittel – etwa bei Migräne. Die Gewürznelke enthält Inhaltsstoffe, die Schmerzen auf Haut und Schleimhaut lindern sowie ätherische Öle, die die Durchblutung fördern. Andere Stoffe wirken gegen Bakterien, Pilze und Viren. Mundwässer mit verdünntem Nelkenöl helfen bei Entzündungen der Mundschleimhaut oder des Zahnfleischs.

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Die Qualität von Gewürznelken kann man in einem Glas Wasser prüfen. Gehen die Nelken unter, sind sie in Ordnung. Taucht nur der Stil unter, enthalten sie zu wenig ätherische Öle. Gehen sie ganz unter, hat sich das Öl bereits zur Gänze verflüchtigt (©  Rainer Sturm /pixelio.de).

Hafer

Hafer ist eine der nährwertreichsten Getreidesorten. Er enthält viele ungesättigte Fettsäuren, Mineralstoffe, insbesondere die gewebestärkende Kieselsäure und B-Vitamine, Vitamin E und K. Hafer ist besonders verträglich und bildet im Darm einen schützenden Schleim. Daher gilt diese Getreidesorte als traditionelles Hausmittel bei Magen- und Darmproblemen.

Hafer hat zudem eine reinigende Wirkung: Er enthält besonders viele Stoffe, die giftiges Blei, Kadmium oder Chrom binden und aus dem Körper transportieren. Auch als Schönheitsmittel leistet er gute Dienste. Mit Hafer angereicherte Gesichtspackungen ergeben eine wunderbar weiche und glatte Haut.

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Haferflocken versorgen den Körper mit Zink und beugen so Erkältungen vor.

Honig

Rund 10.000 Bienen-Flugstunden sind nötig, um einen Liter Honig entstehen zu lassen. Zehn Millionen Blüten müssen die fleißigen Bienen dafür anfliegen. Bis zu 245 natürlich Substanzen wurden im Honig bis jetzt nachgewiesen, darunter wertvolle Enzyme, Vitamine und Mineralstoffe. Einer der interessantesten Inhaltsstoffe sind die sogenannten Inhibine (lateinisch für „hemmend“), die keimhemmend und antibakteriell wirken.

Honig wirkt lindernd bei Entzündungen. Wer diese Eigenschaft nützen möchte, sollte mehrmals täglich einen Esslöffel Honig einnehmen oder den Tee damit süßen. Bei einer Neigung zu Allergien kann man auf einen von Blütenpollen gereinigten Arzneihonig aus der Apotheke ausweichen. Besonders wirksam ist eine Mischung aus Honig und hustenlösendem Fenchelextrakt. Fenchelhonig aus der Apotheke eignet sich wegen seines guten Geschmacks besonders für die Behandlung von Kindern. Heiße Milch mit Fenchelhonig wirkt beruhigend und entkrampfend.

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Holunder

Die nur wenige Millimeter großen gelblich-weißen Blüten werden in der Zeit von April bis Juni geerntet. Auch die Beerenfrüchte eignen sich für Heilzwecke. Holunderblüten in Teeform wirken schweißtreibend bei fiebrigen Erkältungen. Sie machen die Schweißdrüsen für Wärmereize empfänglich und erleichtert so das Schwitzen. Seine schweißtreibende Wirkung entfaltete der Holunder besonders gut in Kombination mit Lindenblüten.

Um eine kleine Schwitzkur zu machen, trinkt man ein bis zwei Tassen des schweißtreibenden Holunderblütentees. Fünf Teelöffel Blüten mit einem halben Liter siedenden Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen. Anschließend den Saft einer halben Zitrone und zwei Teelöffel Honig dazugeben und möglichst rasch trinken! Ein anschließendes Vollbad unterstützt die schweißtreibende Wirkung. Abschließend im vorgewärmten Bett (Wärmflasche!) ausruhen.

Durch ihre schleimlösende Wirkung helfen Holunderblüten auch bei Husten (Anwendung als Tee oder Gurgelwasser).

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Kamille

Die einjährige Kamille blüht von Mai bis August und wird bis zu 50 Zentimeter hoch. Medizinisch verwendet werden die Blüten für Tee bzw. das Öl, das bei der Destillation eine typisch blaue Färbung annimmt. Das ätherische Öl besitzt entzündungshemmende und krampflösende Wirkungen und hat zusätzlich bakterizide und fungizide Eigenschaften, wirkt also gegen Bakterien und Pilze. Weitere Inhaltsstoffe der Kamillenblüten sind Flavonoide und Schleimstoffe. Die Flavonoide wirken ebenfalls krampflösend und nach neueren Erkenntnissen auch entzündungshemmend.

Kamillentee wirkt ausgezeichnet bei entzündlichen Magen-Darm-Erkrankungen. Äußerlich hilft ein Kamillenblütenauszug bei Entzündungen der Mundschleimhaut und des Rachens. Auch bei Hautproblemen hat sich die Kamille bewährt. Als Inhalation lindert sie Beschwerden der Atemwege bei Erkältungen. Im Bereich der Augen sollte die Kamille nicht verwendet werden.

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Kampfer

Kampfer (alte Schreibweise Campher) ist eine aromatische Verbindung. Er wurde ursprünglich durch Wasserdampfdestillation aus dem Holzharz des südostasiatischen Kampferbaums gewonnen. Dieser natürliche Stoff wird auch als Japankampfer bezeichnet. Heute kann man Kampfer auf chemischem Wege herstellen. In der Medizin ist der Stoff seit Langem wegen seiner durchblutungsfördernden und schleimlösenden Wirkung bekannt.

Innerlich – in dieser Form wird er kaum noch angewandt – wirkt Kampfer auf Herz, Lunge und das Kreislaufsystem. Überdosierungen können dabei zu Schweißausbrüchen und Bewusstlosigkeit führen. Vergiftungsfälle kommen leider auch heute immer wieder vor, wenn zum Einreiben bestimmte Kampfer-Präparate getrunken werden.    

Äußerlich auf die Haut aufgetragen, regt Kampfer die Durchblutung an. Er kann deshalb bei Rheuma, bestimmten Schmerzzuständen und Frostbeulen helfen. Wirkt antiseptisch.

Foto Kampferbaum

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Kiefer & Latschenkiefer

Kiefergewächse sind immergrüne Nadelbäume, die in Mitteleuropa weit verbreitet sind. Zu dieser Gattung zählen unter anderem die bis zu 40 Meter hohe Föhre, die etwas kleinere Bergföhre und die im Hochgebirge beheimatete Latsche.

Die Knospen, die jungen Zweige und das Harz der Kiefer werden für Heilzwecke verwendet. Die durch Wasserdampfdestillation gewonnenen ätherischen Öle wirken wohltuend bei Entzündungen der Atemwege und bei Schnupfen. Sie befreien Nase und Rachen und lindern den Hustenreiz, indem sie den Schleim lösen und die Atemwege leicht desinfizieren. Kiefernadelöl wird auch künstlich hergestellt. Die Wirkung dieses synthetischen Produkts ist mit dem des echten Kiefernadelöls allerdings nicht vergleichbar.

Die Knospen der Kiefer können als Tee zubereitet werden. Viele Menschen empfinden ein warmes Bad mit Kieferextrakten bei einer Erkältung als besonders angenehm. Auch zur Vorbeugung ist ein Bad bestens geeignet, da Schnupfenviren hitzeempfindlich sind und durch die Wärme des Wasserdampfes abgetötet werden.

Im warmen Wasser quillt die Haut schnell auf. So kann der Körper über die Poren im Wasser gelöste Stoffe gut aufnehmen. Da diese Öle an der Oberfläche des warmen Badewassers leicht verdunsten, entfalten sie auch in den  Atemwegen ihre entzündungshemmende und abschwellende Wirkung. Die ätherischen Öle der Kiefer regen zudem die Hautdurchblutung an. Damit eignen sich diese Öle auch besonders zur Vorbeugung einer Erkältung („Erste Hilfe“ bei kalten Füßen!).

Das schleimhautabschwellende und keimtötende Kiefernadelöl erfrischt auch zwischendurch bei vielen Gelegenheiten (Tipp: Ein paar Tropfen aufs Taschentuch oder auf Hemd oder Bluse geben).

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Kiefergewächse sind immergrüne Nadelbäume, die in Mitteleuropa weit verbreitet sind (© Andreas Hermsdorf / pixelio.de).

Lavendel

Lavendel wird in großem Umfang in Spanien, Frankreich und Südosteuropa angebaut. In unseren Breiten ist er eine gern gesehene Gartenpflanze.

Der Lavendel ist nicht nur ein beliebtes Duftkraut, sondern auch ein ausgezeichnetes Husten- und Schnupfenmittel. Er wirkt schleimlösend und beruhigend. Das antiseptische Lavendelöl hemmt die Ausbreitung von Erkältungsviren und entfaltet auch als Erkältungsbad oder Gurgellösung seine wohltuende Wirkung. Auch bei Nervosität und Schlafstörungen hat sich der Lavendel bewährt.

Der angenehm riechende Lavendel bildet einen ca. 50 cm hohen Strauch mit kleinen, ährenförmig angeordneten Blüten.

Malve

Die in Europa weitverbreitete Malvenpflanze – sie ist bei uns auch als Käsepappel bekannt – wird bis zu einem Meter hoch. Ihre Blätter und kleinen, violetten Blüten enthalten heilkräftigen Pflanzenschleim.

Diese Wirkstoffe lindern Erkältungskrankheiten und hier besonders Halsentzündungen und Husten. Malvenblüten und Blätter können als Tee eingenommen werden. Bei entzündeten Mund- und Halsschleimhäuten lässt sich damit gurgeln. Die Käsepappel hilft auch bei Entzündungen im Genitalbereich. Malve ist leicht verträglich und eignet sich besonders für den empfindlichen Organismus von Kindern und alten Menschen.

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Die Malve – im Bild eine wilde Form – ist an ihren kleinen, violetten Blüten zu erkennen.

Melisse

Melissenblätter riechen beim Reiben zwischen den Fingern intensiv nach Zitrone. Die bis zu 70 cm hohe Staude wird daher auch als Zitronenmelisse bezeichnet.

Für Heilzwecke werden die Blätter der Melisse verwendet. Sie wirken antibakteriell und abschwellend. Die Melisse in Form von Tee oder als Gurgelwasser ist ein bewährtes Hausmittel bei der Behandlung von Schnupfen und Heiserkeit. Bei Fieberbläschen hilft ein Lippenbalsam mit hochwertigem Melissenöl („echte Melisse“). Er wirkt auch vorbeugend und lässt bereits bestehende Lippenbläschen schneller abheilen.

Die ursprünglich aus Südeuropa stammende Melisse ist heute eine beliebte heimische Gartenpflanze (© Dr. Klaus-Uwe Gerhardt/ pixelio.de).

Melissenöl wird für Inhalationen, Duftlampen und kosmetische Produkte eingesetzt. Da das echte Melissenöl relativ teuer ist, wird es oft durch das zwar billigere, aber weniger wirksame indische „Melissenöl“ (aus Citronell und Lemongras) ersetzt. Echtes, unverschnittenes Melissenöl erhält man in der Apotheke oder in der Fachdrogerie.

Pfefferminze

Die Pfefferminzpflanze ist in Europa und Nordamerika weit verbreitet. Sie wird bis zu 90 cm hoch. Ihre Blätter verströmen beim Zerreiben den typischen Mentholgeruch. Ein naher Verwandter dieser Pflanze ist die Krauseminze, die auch als Ährenminze, Grüne Minze, Rossminze oder Frauenminze bekannt ist. Im Englischen gibt es dafür nur eine einzige, dafür sehr populäre Bezeichnung: Spearmint.

Die Krauseminze enthält im Gegensatz zur Pfefferminze kein Menthol. Sie schmeckt weniger scharf und eher süßlich-frisch. Die zerriebenen Blätter verströmen den typischen Spearmint-Geruch.

Die Pfefferminze enthält Flavonoide, Gerbstoffe, Bitterstoffe und vor allem das ätherische Öl, das zu 60 % aus Menthol besteht. Sie ist so etwas wie ein „Alleskönner“ unter den natürlichen Heilmitteln. Ihr wird eine krampflindernde, schmerzstillende, harn- und schweißtreibende sowie belebende Wirkung nachgesagt.

Die Volksheilkunde empfiehlt die Pfefferminze bei Verdauungsproblemen, Magenverstimmung, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Blähungen, Brechdurchfall und Verstopfung. Auch bei Nervosität, schlechtem Schlaf, Herzklopfen sowie bei Leber- und Gallenproblemen wird sie verwendet.

Äußerlich hilft sie bei Quetschungen, Schwellungen, Rheuma und Gelenksbeschwerden, Ekzemen, anderen Hautproblemen und Verbrennungen. Das Menthol im ätherischen Öl der Pfefferminze wirkt antiseptisch und wird daher gerne für Mund- und Zahnwasser verwendet. Auch in vielen Salben zum Einreiben der Brust ist es enthalten. Menthol erzeugt außerdem eine angenehme Kühle auf der Haut, die Kopfschmerzen, aber auch Muskel- und Nervenschmerzen lindern kann.

Neben dem Pfefferminzöl kommt auch häufig das sogenannte Minzöl zum Einsatz. Es stammt von der Japanischen Minze ab, ist in der Wirkung dem Pfefferminzöl ähnlich, Geruch und Geschmack sind aber weniger intensiv.

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Die Pfefferminzpflanze mit ihren charakteristischen Blättern kommt ursprünglich aus dem Fernen Osten.

Salbei

Die würzig aromatisch riechenden Blätter des Salbeis wirken entzündungshemmend und abschwellend. Sie wirken günstig bei Schleimhautentzündungen im Mund- und Rachenraum und eignen sich auch vorzüglich zum Gurgeln und Inhalieren. Mit Honig gesüßt wird Salbeitee auch Kindern gegen Reizhusten gegeben.

Salbeitee wirkt generell wohltuend bei Erkältungskrankheiten. Er feuchtet die Schleimhäute an, lindert den Hustenreiz und sorgt für ein angenehmes, entspannendes Wärmegefühl.

Bei einer Verkühlung sollte man mehrmals täglich eine Tasse Tee zubereiten: 1 bis 3 g Pflanzenteile mit kochendem Wasser übergießen. Den Aufguss zehn Minuten ziehen lassen und möglichst warm trinken. Durch das Aufgießen mit heißem Wasser entfalten sich die in den Heilkräutern enthaltenen Wirkstoffe. Bei frischem Tee ist diese Heilwirkung am größten. Tee daher möglichst immer frisch zubereiten!

Bei Halsentzündungen kann Salbeitee auch zum Gurgeln verwenden werden: Dabei den Mund mehrmals täglich mit dem noch warmen Teeaufguss ausspülen. Kräftig gurgeln, damit die heilkräftigen Substanzen auch in den Rachen gelangen.

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Salbei ist ein buschiger, immergrüner Strauch mit Stängeln, die bis zu einem Meter hoch werden. Er kommt aus Südeuropa, ist als Gartenpflanze aber auch in unseren Breiten heimisch. Von den rund 50 verschiedenen Arten dieses Strauchs wird der Königssalbei oder auch Edle Salbei für die Kräuterapotheke gesammelt.

Schlüsselblume

Die Schlüsselblume ist ein etwa 10 cm langes Primelgewächs mit duftenden gelben Blüten. Sie kommt in ganz Europa vor und wächst an sonnigen Standorten bis über 2.000 Meter Höhe. Die Schlüsselblume ist ein mildes Hausmittel bei Husten, Bronchitis und Erkältungskrankheiten. Die Wurzeln, die die meisten Wirkstoffe enthalten, wirken hustenstillend und schleimlösend. Das konzentrierte Extrakt der Schlüsselblume ist ein bewährter und hochwirksamer Bestandteil von Hustentropfen.

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Für Heilzwecke werden die Wurzeln, die Blüten und die Blätter der Schlüsselblume verwendet.

Spitzwegerich

Spitzwegerich wirkt reizlindernd, antibakteriell und zusammenziehend. Er eignet sich besonders gut zur Behandlung von Husten und Halsentzündungen. Auch bei Ekzemen und oberflächlichen Hautentzündungen, Appetitlosigkeit und Durchfällen wird er eingesetzt.

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Das etwas bitter und salzig schmeckende Spitzwegerichkraut ist in ganz Europa sowie in Nord- und Mittelasien beheimatet. Für Heilzwecke werden die rund 20 cm langen Blätter als Tee, mitunter auch der reife Samen, verwendet.

Thymian

Thymian ist kleiner Strauch, 20 bis 30 cm hoch, mit einem kräftigen Wurzelsystem und stark verzweigten Stängeln. Die beliebte Gewürz- und Heilpflanze kommt aus dem Mittelmeerraum, ist aber auch im übrigen Europa schon lange eingebürgert. Für Heilzwecke werden die blühenden Sprossspitzen verwendet.

Der im Thymian enthaltene Wirkstoff Thymol wirkt antibakteriell und stärkt die Immunabwehr gegen Bakterien und Viren. Er wirkt desinfizierend auf die Atemwege und wird als schleimlösendes Heilmittel bei Erkältungen eingesetzt. Er erleichtert das Abhusten und lindert den Hustenreiz. Seine wärmenden Eigenschaften regen den Kreislauf an und verjagen winterliche Erkältungen. Thymian wird in Form von Tee eingenommen oder zum Gurgeln verwendet. Er wirkt auch in Form von Hustentropfen ganz ausgezeichnet. Eine gute Ergänzung dieser Heilpflanze ist die schleim- und krampflösende Schlüsselblume.

Ein Brustwickel mit Thymian kann das Abhusten erleichtern und die entzündeten Schleimhäute beruhigen: 10 bis 15 Tropfen Thymianöl mit einem Esslöffel eines hochwertigen Speiseöls (z. B. Olivenöl) vermischen. Die Brust mit dem angereicherten Öl einreiben. Ein Schutztuch, eine Wolldecke und eine Wärmflasche drauflegen. Die Kompresse ein bis zwei Stunden wirken lassen. Bitte beachten Sie auch hier die generellen Warnhinweise für den Einsatz bei Kindern am Anfang dieses Abschnitts.

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Für medizinische Zwecke werden die blühenden Spross-Spitzen des Thymians verwendet. Hauptwirkstoff ist das ätherische Öl. Für pharmazeutische Zwecke sind laut europäischem Arzneibuch nur die zwei Arten Thymus vulgaris (Echter Thymian) und Thymus zygis (Joch-Thymian) oder eine Mischung beider Arten erlaubt.

Wildrose

Die bis zu vier Meter hohen Gewächse mit ihren zarten weißen Blüten bringen Früchte mit harten Kernen und einer saftig-roten Hülle hervor. Aus diesen Früchten wird das Hagebuttenkernöl gewonnen. Die Schalen können auch getrocknet und als Tee verwendet werden.

Wildrosenöl enthält hautfreundliche Säuren, Vitamine und Mineralien. Es eignet sich ausgezeichnet zur Hautpflege und wirkt außerdem entzündungshemmend und antiallergen. Auch bei Verbrennungen und stumpfen Verletzungen hat sich Wildrosenöl bewährt.

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Die Wildrose, auch Hagebutte oder Heckenrose genannt, ist in ganz Europa und in den gemäßigten Zonen Südamerikas beheimatet.

Zitrone

Zitronen werden in Ländern mit subtropischem oder tropischem Klima angebaut. Die größten Produzenten sitzen in den USA und in Mexiko. In Europa werden vor allem in Spanien und Italien Zitronen geerntet. Die Zitrusfrucht ist reich an Mineralien und Vitaminen (vor allem Vitamin C) und enthält unter anderem Kalzium und Eisen. Ihr Saft hat sehr gute antiseptische Eigenschaften und ist ein altbewährtes Hausmittel gegen Erkältungen, da es dem Immunsystem gut tut.

Freie Radikale sind schädliche Nebenprodukte des Stoffwechsels und schwächen die Immunabwehr. Die Vitamine C und E machen diese aggressiven Radikale unschädlich. Dabei ergänzen sich die Vitalstoffe gegenseitig. Das wasserlösliche Vitamin C schützt besonders Körperflüssigkeiten und deren Bestandteile, so auch das Blut und die darin enthaltenen Abwehrzellen. Vitamin C regt außerdem deren Abwehrtätigkeit an. Bei der “Radikalabwehr” verbrauchen sich die Vitamine, weshalb sie dem Körper ständig neu zugeführt werden müssen.

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Zitronensaft wirkt entzündungshemmend sowie abschwellend und hilft daher ausgezeichnet bei Halsentzündungen. Ein Tipp für die Anwendung: Eine große Zitrone in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Damit ein feines Tuch zur Hälfte bedecken und das Tuch einschlagen. Mit einem Nudelholz ausrollen, bis die Zitronen weich sind und der Saft leicht ausgedrückt wird. Die Packung auf den Hals geben, noch ein zweites Tuch darüber schlagen und das Ganze mindestens 20 Minuten einwirken lassen.

Anhang

Wissenswertes über den Schnupfen

Wieder einmal ist es bitterkalt. Sie sind den ganzen Tag unterwegs und kommen abends mit richtigen „Eisfüßen“ nach Hause. Am nächsten Tag spüren Sie die ersten Zeichen eines herannahenden Schnupfens: Der Hals kratzt, Sie müssen ab und zu niesen und fühlen sich ein bisschen angeschlagen.

Kein Zweifel: Sie haben sich erkältet! Die niedrigen Temperaturen des gestrigen Tages sind nicht ganz unschuldig an diesem Zustand. Der eigentliche Verursacher Ihres Schnupfens ist aber nicht die Unterkühlung, sondern ein Virus. Viren sind Krankheitserreger, die sich auf unseren Schleimhäuten ansiedeln. Unter günstigen Bedingungen vermehren sie sich rasch und können so eine Infektion auslösen. Aufschnappen kann man diese Krankheitserreger praktisch überall: im Bus, im Büro, im Supermarkt oder im Kindergarten. Die Schnupfenviren können in der Luft herumschwirren oder an infizierten Gegenständen haften.

Kalte Füße machen krank

Oft bleibt der Kontakt mit den Krankheitserregern ohne Folgen. Leider nicht immer, denn manchmal kommt die Kälte den lästigen Viren zu Hilfe. Wie funktioniert das? Kalte Füße werden schlechter durchblutet. Das wirkt sich auch auf die Nasenschleimhäute aus: Sie werden ebenfalls schlechter mit Blut versorgt und können so den Körper nicht mehr so gut gegen die herumschwirrenden Krankheitserreger schützen. Die Viren durchbrechen die wichtige Schleimhautabwehr der Nase und gelangen so ins Körperinnere, wo sie eine  Erkältung auslösen: Husten, Schnupfen, Heiserkeit und Halsschmerzen sind die unangenehmen Begleiterscheinungen.

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Das passiert allerdings nur dann, wenn unser körpereigenes Abwehrsystem nicht ganz auf dem Posten ist. Der gesunde menschliche Körper ist auf den Angriff von Krankheitserregern bestens vorbereitet und wird auch mit kalten Füßen und Schnupfenviren leicht fertig. Diese Abwehrkräfte werden unter dem Gesamtbegriff „Immunsystem“ zusammengefasst. Wie gut unser Immunsystem funktioniert, hängt von unserer Lebensweise ab: von unserer Ernährung, unserer körperlichen Bewegung und psychischen Verfassung.

So geben Sie dem Schnupfen keine Chance!

  • Sorgen Sie immer für warme, gut durchblutete Beine und Füße!
  • Vermeiden Sie Durchnässung! Feuchtigkeit entzieht Ihrem Körper Wärme.
  • Saunabesuche und Bewegung in frischer Luft sorgen für eine gute Durchblutung der Beine.
  • Verzichten Sie auf Alkohol, wenn Sie wieder warm werden möchten! Das so erzeugte Wärmegefühl ist trügerisch und kann sogar zu Erfrierungen führen. Viel besser hilft ein heißes Vollbad oder ein Fußbad.
  • Vermeiden Sie zu hohe Raumtemperaturen! Ihr Körper gewöhnt sich daran und unterkühlt dann schneller.
  • Stärken Sie Ihre körpereigene Krankheitsabwehr durch eine gesunde Lebensweise! Sorgen Sie für ausreichend Schlaf, Bewegung und gesunde, ballaststoff- und vitaminreiche Nahrung. Reduzieren Sie Stress und andere psychische Belastungen!

Was Sie sonst noch tun können

Warme Temperaturen und feuchte Luft sind die idealen Bedingungen, um bei einer harmlosen Erkältung einen Spaziergang zu machen (natürlich nicht bei Fieber).

Sehr wichtig ist Vitamin C, und zwar in ausreichenden Mengen (bis zu zwei Gramm pro Tag). Verwenden Sie den Saft frischer Zitrusfrüchte oder ein Vitaminpräparat aus der Apotheke – allerdings nicht in Kombination mit heißen Getränken!

Auch wenn Sie kein Fieber haben, sind ein oder zwei Tage Bettruhe empfehlenswert. Die gleichmäßige Wärme tut dem erkälteten Körper gut und sorgt für rasches Gesunden..

Vermeiden Sie alles, was Ihren Körper zusätzlich belastet: schwer verdauliches Essen, Alkohol, Nikotin und Stress!

Achten Sie bei Erkältungen generell auf eine gute Luftfeuchtigkeit, damit die Nasenschleimhaut nicht austrocknet (Luftbefeuchter oder Gefäße mit Wasser auf der Heizung). Bei Fieberbläschen hilft ein Lippenbalsam aus der Apotheke. Besonders wirksam sind Produkte mit hochwertigem Melissenöl („echte Melisse“). Sie wirken auch vorbeugend und lassen bereits bestehende Lippenbläschen schneller abheilen. Wenn der Schnupfen sehr heftig ist, legen Sie sich am besten ein paar Tage ins Bett, um den Körper unter gleichmäßiger Wärme zu halten.

7 goldene Regeln bei Erkältung

Nasskaltes Wetter bedeutet Hochsaison für Husten, Halsschmerzen und Schnupfen. Die besten Tipps aus Omas Hausapotheke können Sie dabei unterstützen, schnell wieder gesund zu werden.

Ab in die Badewanne

Ein warmes Bad bei einer Erkältung ist besonders angenehm und eine ausgezeichnete Erste-Hilfe-Maßnahme. Schnupfenviren mögen keine Hitze und können durch die Wärme des Wasserdampfes abgetötet werden. Diese Wirkung wird noch gesteigert, wenn man sich nach dem Bad nicht abtrocknet, sondern gut in ein großes Badetuch wickelt. Dann ab ins Bett zum Nachschwitzen. Wer einen labilen Kreislauf hat, sollte damit aber lieber vorsichtig umgehen!

Vitamin C macht dem Schnupfen Beine

Bei einer Erkältung ist Vitamin C besonders wichtig, und zwar in ausreichenden Mengen (bis zu zwei Gramm pro Tag). Es eignet sich sowohl der Saft frischer Zitrusfrüchte als auch das Vitaminpräparat aus der Apotheke – allerdings nicht in Kombination mit heißen Getränken! Das kann die Wirkung aufheben.

Bloß die Ruhe bewahren!

Auch wenn die Anzeige auf dem Fieberthermometer nicht in die Höhe klettert, sind bei einer Erkältung ein oder zwei Tage Bettruhe empfehlenswert. Die gleichmäßige Wärme tut dem Körper gut und beschleunigt das Gesundwerden. Jetzt sollten Sie auch alles vermeiden, was Ihren Körper zusätzlich belastet: schwer verdauliches Essen, körperliche Anstrengung, Alkohol, Nikotin und Stress!

Tee trinken

Frisch aus Heilkräutern zubereitete Tees helfen aufgezeichnet bei Erkältungskrankheiten. Sie befeuchten die Schleimhäute, lindern den Hustenreiz und sorgen für ein wohliges Wärmegefühl. Holen Sie sich den Erkältungstee am besten aus der Apotheke und bewahren Sie ihn zu Hause gut verschlossen auf. Bereiten Sie sich bei einer Erkältung mehrmals am Tag eine Tasse Tee zu: 1 bis 3 g Pflanzenteile mit kochendem Wasser übergießen, zehn Minuten ziehen lassen und trinken.

Wohltuende Einreibungen

Einreibungen auf Brust und Rücken sind ein altes Hausmittel bei Schnupfen und Husten. Sie kurbeln die Durchblutung an und lassen die aufgetragenen Wirkstoffe gut in die Haut eindringen. Verzichten Sie bei Kindern aber lieber auf Menthol oder Kampfer zum Einreiben! Diese Stoffe sind für ihre besonders empfindlichen Schleimhäute zu aggressiv. Auch Erwachsenen vertragen sie manchmal schlecht.

Wärme tut dem Hals gut

Kühlen oder doch besser wärmen? Bei Halsschmerzen gibt es eine klare Regel: Gleichmäßige Wärme tut gut; Kälte sollte man lieber meiden. Also verzichten Sie lieber auf kalte Halswickel. Sie sind auf keinen Fall zu empfehlen! Ein wärmender Schal oder ein Rollkragen tun hingegen gut und klimatisieren den entzündeten Hals. Allzu warme Getränke sollte man lieber vermeiden. Denn wenn der Hals bereits entzündet ist, wird er auf diese Weise noch weiter erhitzt und es tritt keine abschwellende Wirkung ein.

Nase auch mal hochziehen

Schnäuzen oder doch lieber die Nase hochziehen? Auch wenn es unappetitlich klingt, so spricht doch vieles für das Hochziehen des Schnupfensekrets. Denn oft wird zu heftig geputzt. Das greift die Nasenschleimhäute an und kann im schlimmsten Fall zu Nasenbluten führen. Außerdem drückt das Schnäuzen einen Teil des Sekrets in die Stirn- oder Nasennebenhöhlen, wo es eine Entzündung auslösen kann. Wo die guten Sitten es gebieten, sollte man aber doch lieber zum Taschentuch greifen. Im stillen Kämmerlein ist das Hochziehen auf jeden Fall die bessere Lösung.

Hausmittel gegen Corona?

Gibt es Hausmittel, die bei einer Covid-19-Infektion helfen?

Hausmittel bei Corona?

Gibt es Hausmittel bzw. Naturheilmittel, die bei einer Infektion mit Covid-19 helfen? Wenn wir von einem wirksamen, erprobten „Killermedikament“ sprechen, muss die Antwort leider „Nein“ lauten. Denn verglichen mit Wetterphänomenen ist ein Schnupfen so etwas wie ein laues Lüftchen im Vergleich zu einem Tornado, der bei schweren Corona-Verläufen im Körper wüten kann. Angesichts der Gefährlichkeit von Covid-19 lässt sich diese Erkrankung keinesfalls mit einem Schnupfen vergleichen.

Dennoch: Es gibt bei Corona Naturheilmitteln, die bei der Bewältigung der Erkrankung unterstützend wirken können.

Medizinischer Hanf gegen Corona

Aktuelle Untersuchungen geben Hinweise auf vielversprechende Wirkungen von Cannabis-Sativa-Extrakten mit einem hohen CBD-Gehalt. CBD (Cannabidiol) wird etwa an der intensivmedizinischen Abteilung des Klinikums Klagenfurt eingesetzt, um seine immunstärkende und entzündungshemmende Wirkung zu nutzen. Dabei zeigte sich, dass die Entzündungen bei Covid-Patienten zurückgehen und die Betroffenen schneller als die Vergleichsgruppe das Krankenhaus verlassen konnte. Eine laufende Studie soll nun genauere Erkenntnisse bringen. Diese Ergebnisse sollen aber kein Freibrief für eine Behandlung in Eigenregie sein. CBD soll nur unter professioneller ärztlicher Begleitung eingesetzt werden. Leider gibt es hier viele Goldgräber, die hier v.a. über den Online-Verkauf gute Geschäfte wittern. Dabei wird oft nicht verantwortlich gehandelt.

Propolis-Tropfen gegen Corona

Das Bienenprodukt Propolis hilft gegen Viren, Bakterien und Entzündungsprozesse. Es wird daher in der Wissenschaft auch als möglicher Helfer gegen Covid-19 diskutiert*. Angekurbelt wurde diese Diskussion durch einen in der Zeitschrift Toxicon veröffentlichten chinesischen Beitrag. Demnach sein selbst in der Covid-Ursprungsprovinz Wuhan von rund 5.000 befragten Imkern kein einziger an Corona erkrankt. Dabei fehlen allerdings Hinweise zur Datenerhebung und es handelt sich dabei nicht um eine Veröffentlichung im streng wissenschaftlichen Sinn.

Das Potenzial von Bienenprodukten sollte man dennoch nicht unterschätzen. Neben der Einnahme von Propolis-Tropfen geht es dabei auch um Propolis Mund- und Rachensprays, wie man sie in der Apotheke erhält. Auch Gurgellösungen mit Propolis könnten einen Therapie- und Schutzeffekt haben. Das Gurgeln sorgt bis in den Rachenraum hinein für gut befeuchtete Schleimhäute und erreicht Regionen, in denen Erreger sich bevorzugt ansiedeln und wo Infekte ihren Ausgangspunkt haben.

Bitte beachten Sie:

Die Datenlage zu diesen Empfehlungen ist noch mager und eine Eigentherapie in jedem Fall mit dem Arzt zu besprechen. Das gilt insbesondere bei Kindern oder vulnerablen Erwachsenen, da gerade bei dieser Zielgruppe auch bei Hausmitteln immer Vorsicht angebracht ist.

* Khalid S, Almalki FA, Ben Hadda T, Bader A, Abu-Izneid T, Berredjem M, Elsharkawy ER, Alqahtani AM. Medicinal Applications of Cannabinoids Extracted from Cannabis sativa (L.). A new Route to Fight against COVID-19? Curr Pharm Des. 2020 Dec 2. doi: 10.2174/1381612826666201202125807. Epub ahead of print. PMID: 33267756.

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