Buchtipps Romane

Liebesgeschichte mit Happy End!

Eine Liebesgeschichte von einer Autorin, die es meisterhaft versteht, große Gefühle in Worte zu packen. 

Manchmal genügt ein Blick, um sich einem Mann ganz nah zu fühlen und sofort eine unerklärliche Vertrautheit zu spüren. Zwischen Selma und David funkt und knistert es von der ersten Sekunde an. Es ist, als würde die Zeit wie im Flug vergehen und gleichzeitig stehen bleiben. Auf fast magische Weise fühlt sich alles zwischen ihnen richtig an. Selmas Herz sagt vom ersten Moment an Ja zu David, doch ihr Verstand kommt mit ihrer Entscheidung erst einmal nicht klar. Sie hat sich noch nie Hals über Kopf in einen Mann verliebt. Selma zweifelt, ob sie sich auf ihr Bauchgefühl verlassen kann und tatsächlich scheint sich David als jemand zu entpuppen, der ihre Liebe nicht verdient.

Die Autorin über das Buch: Liebesromane, Happy End und Glück – diese drei Begriffe gehören einfach zusammen. Wann ist ein Liebesroman romantisch? Tiefe Gefühle, Spannung, Leidenschaft und Romantik sind die wichtigsten „Zutaten“ dieses Kurzromans. Und natürlich ein Happy End!

Kostenlos erschienen bei www.buchtipps.com

Der Sturz des Doppeladlers

Birgit Mosser ist Juristin, in ihrer journalistischen Arbeit ist sie auf Drehbuch und Regie von zeitgeschichtlichen TV-Dokumentationen spezialisiert. Dies schlägt sich in hervorragender Weise in ihrem historischen Roman »Der Sturz des Doppeladlers« nieder – ein fesselnder Familienroman und ein faszinierendes Zeitbild des größten Umbruches der österreichischen Geschichte.

Die Handlung:

Die Donaumonarchie befindet sich im dritten Jahr eines erbarmungslosen Krieges,  seine Auswirkungen treffen Menschen aller sozialen Schichten: Das Kindermädchen Berta, das ungewollt schwanger wird, die Härten eines Daseins als ledige Mutter erfährt und im Krieg um das Überleben ihres Kindes kämpfen muss; den jungen Tiroler Hotelierssohn Julius Holzer, der sich sich als Kaiserjäger in den Schlachten an der Dolomitenfront wiederfindet und als einer der wenigen die Sprengung des Col di Lana überlebt; den Architekten August Belohlavek, der in russische Kriegsgefangenschaft gerät und schließlich Ferdinand von Webern, Sektionschef im k.u.k. Ministerium für Äußeres, der hautnah die politischen Fehlentscheidungen miterlebt und schließlich auch noch die Demütigung von St. Germain ertragen muss.

Berührend, wie die vier so unterschiedlichen Familien in den letzten Jahren des Habsburgerreiches ihr Schicksal meistern, erschreckend, wie gnadenlos Politik und Militär Menschenleben opfern, und bezaubernd, wie trotz aller Tragödien wieder das Pflänzchen Hoffnung in den Menschen keimt, obwohl am Ende dieses furchtbaren Krieges nichts mehr so ist, wie es einmal war.

Birgit Mosser
Der Sturz des Doppeladlers
Roman, 1. Auflage
320 Seiten
ISBN: 978-3-99050-052-1
www.amalthea.at

Birgit Mosser-Schuöcker hat mehrere Sachbücher zur österreichischen Geschichte veröffentlicht. Zuletzt bei Amalthea erschienen: »Die letzten Zeugen. Vom Kaiserreich zum ›Anschluss‹« (mit Gerhard Jelinek, 2014) und »Leopold Figl. Der Glaube an Österreich« (2015).  »Der Sturz des Doppeladlers« ist ihr erster Roman.  Birgit Mosser lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen in Klosterneuburg bei Wien.

Krisztina Tóth: Aquarium

Im Nischen Verlag erschien die deutsche Ausgabe von Krisztina Tóths Roman PIXEL, die es neben fulminanten Kritiken im deutschsprachigen Feuilleton auch auf Platz 1 der ORF-Bestenliste geschafft hat. Nun bringt der Nischen Verlag den neuen Roman AQUARIUM heraus.

Eigentlich ist das geschilderte Leben von Großmutter, Mutter und Tochter ein tristes, geprägt von drückender Armut und Hoffnungslosigkeit. (Der zeitliche Rahmen spannt sich von den Jahren nach dem Krieg bis in die 70-er Jahre in Ungarn.) – Und doch gelingt es Krisztina Tóth, auch in den dunklen Szenarien eine gewisse Komik aufblitzen zu lassen und die sogenannten “kleinen Leute” mit ihren Überlebenskämpfen in rührender Liebenswürdigkeit zu schildern:

Da ist die absolut schräge Großmutter mit ihren wechselnden Liebhabern in ihrer Souterrain-Wohnung mit dem Aquarium, in dem nur die fittesten Fische überleben, die flatterhafte Mutter, die bei allen Entbehrungen doch immer wieder liebevolle Ziehmutter, da bevölkern geistig behinderte Verwandte, Krankenpfleger, Akrobaten und viele andere “schräge Vögel” das Leben der kleinen Vera. Es sind skurril-liebenswerte Verlierer, die wie in einem Aquarium in ihrer gesellschaftlichen Schicht gefangen sind.

Obwohl Krisztina Tóths Blick auf ihre Figuren schonungslos sezierend ist, mag man ihre “Helden”, nimmt man Anteil an ihrem Schicksal. Ein Buch, das berührt und das einen nicht mehr loslässt.




Buchtipp:

Krisztina Tóth
Aquarium
Nischen Verlag
ca. 280 Seiten
ISBN 978-3-9503345-9-3
www.nischenverlag.at




Krisztina Tóth – geboren 1967, publiziert seit 1989, zuerst Gedichte und seit 2006 auch Prosabände. Sie war Bildhauerin, lehrt Kreatives Schreiben und übersetzt französische Poesie ins Ungarische. Ihr erstes deutschsprachiges Buch “Strichcode” (2012, Berlin Verlag) wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt. 2013 erschien im Nischen Verlag ihr Roman PIXEL.

Jürgen Bauer: “Was wir fürchten”

“Das erste Mal fühlte ich die Angst, als mein Vater Kornkreise in ein Feld am Ortsrand trat und meine Mutter mich losschickte, um ihn nach Hause zu holen, bevor die Nachbarn etwas bemerken konnten.”

Georg erzählt aus seinem Leben, das von Unruhe und Angst gezeichnet ist. Die Furcht vor seinem psychisch kranken Vater lässt ihn an allen Versuchen scheitern, Vertrauen und Stabilität zu finden. Erst als Erwachsener gelingt es ihm, die Kontrolle über sein eigenes Leben zu erlangen und sich sicher zu fühlen, bis traumatische Ereignisse die Idylle zerreißen und sein Verfolgungswahn erneut ausbricht.

Seine Mutter hält ihn für verrückt, Georgs Frau scheitert daran, ihn zu beschützen, und auch sein bester Freund glaubt nicht an seine Erzählungen. Doch was, wenn Georgs Ängste berechtigt sind und die Menschen in seinem Leben tatsächlich ein Geheimnis verbergen? Was, wenn sich wirklich alles nur um ihn dreht?

Im Dialog zwischen Georg und seinem Gegenüber entwickelt sich ein Machtspiel um die Wahrheit und ihre Bedeutung. Doch wer entscheidet, ob eine Geschichte richtig erzählt ist? Vielleicht liegt die Lösung bei jener Person, der er seine Geschichte anvertraut. Schritt für Schritt wird Georgs Leben entblättert, bisherige Antworten werden infrage gestellt und müssen neu überdacht werden.

Jürgen Bauer

Jürgen Bauer wurde 1981 geboren und lebt in Wien. Er nahm mit seinen Theaterstücken zwei Mal am Programm Neues Schreiben des Wiener Burgtheaters teil. Im Jahr 2013 erschien sein Debütroman “Das Fenster zur Welt” im Septime Verlag, 2015 erscheint sein zweiter Roman “Was wir fürchten” ebenfalls bei Septime. Für die Anthologie “übergrenzen”, die ebenfalls 2015 erscheinen wird, hat er die Kurzgeschichte “Wien – Sopron” verfasst. Seine journalistischen Arbeiten zu Theater, Tanz und Oper erscheinen regelmäßig in internationalen Zeitungen und Zeitschriften wie Falter, gift, malmoe oder nachtkritik.de.

Im Rahmen des Studiums der Theater-, Film- und Medienwissenschaft in Wien, Amsterdam und Utrecht spezialisierte er sich außerdem auf Jüdisches Theater und veröffentlichte hierzu zahlreiche Artikel und Buchbeiträge. 2008 erschien sein Buch No Escape. Aspekte des Jüdischen im Theater von Barrie Kosky in der Edition Steinbauer.

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